Cover des Monats Oktober 2019: Der Stern spürt dem rechten Terror im Netz nach

Der Stern schlägt auf subtile Weise die Brücke zwischen Hate-Speach im Social Web und realer Gefahr durch rechte Gewalttäter und formt dazu ein Maschinengewehr aus digitalen Sprechblasen. Für diese geniale Idee wird das Team um die Chefredakteure Anna-Beeke Gretemeier und Florian Gless mit dem Titel Cover des Monats Oktober belohnt.

So bewertet die Jury die besten Cover vom Oktober 2019:

Platz 1: Stern 43/2019

Hans-Peter Sporer, Kreativchef von thjnk München: "Clever gedacht. Plakativ umgesetzt. Die Kommentare machen sprachlos."

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "Ikonografisch und prägnant mit unmissverständlicher Botschaft: klarer Platz 1."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Plakativ, einfach und kraftvoll – so muss ein Cover sein. Unheimlich gut!"

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Wofür man früher noch die Kalaschnikow brauchte, nutzt das Internet-of-Trolls die Kommentarfunktion auf Facebook und Twitter: eine Minderheit oktroyiert der Mehrheit ihre Meinung auf. Und Medien und Politik kuschen. Schöne Bildsprache für eines der grundlegendsten Probleme des Social Webs."

Steff Neukam, Managing Director Bloom: "Die rechte Armee mit dem Symbol der Roten Armee Fraktion darzustellen, hat tiefgründige Klasse. Gepaart mit echten Online-Kommentaren und als Collage gelayoutet, ist erstklassig. Das Cover regt zum Nachdenken und damit zum Kauf an."

Boris Pollig, Geschäftsführer Kreation bei bilekjaeger: "Was wir Werber schon immer wussten: Kommunikation kann eine Waffe sein."

Carsten Lukas, Executive Creative Director bei Bartenbach: "Genau auf den Punkt und das so plakativ. So geht Cover."

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Wichtig und wuchtig. Gehört auf den Titel."

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation bei Vasataschröder: "Die Bildidee ist wirklich wirklich gut! Das Thema ist ja an Relevanz nicht zu überbieten. Ich bin mir nicht sicher, ob das grafische Ergebnis wirklich titeltauglich ist – irgendwie entwickelt es keine Plakativität. Daher für mich nur Platz 2 – ein sehr guter Platz 2."

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Ein eindrucksvoller und – auf den zweiten Blick beunruhigender Titel. Ganz selbstverständlich verbindet er die Symbole von verbaler Internet-Hetzrede mit brutaler Bedrohung. So thematisiert das Titelmotiv sehr eindringlich die äußerst reale Gefahr, dass eben zum Beispiel aus Maulhelden und 'Muttersöhnchen' echte Mörder werden, ein Thema, das von unserer Gesellschaft lange unterschätzt wurde. Das flächige Rot schafft die nötige Aufmerksamkeit."

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "Das Cover ist mir schon vorher am Kiosk aufgefallen. Grandios. Worte sind Waffen. Mit dem Bild ist alles gesagt und die Headline schafft es, nicht redundant das Bild zu beschreiben, indem sie noch einen draufsetzt. 'Die heimliche Armee'. Großartig."

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "Genauer hinsehen. Das Cover regt auch metaphorisch dazu an."

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Worte werden zur Waffe … Titelseiten müssen plakativ sein. Dem Stern ist das mit der Ausgabe 43 großartig gelungen: roter Hintergrund, weiße Schrift, das Titelthema in schwarz: 'Die heimliche Armee'. Die Illustration in der Mitte des Covers, eine Schnellfeuerwaffe, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Sprechblasenbaukasten: Die Zitate in den weißen Flächen stammen aus dem Netz, geäußert von gewaltbereiten rechten Außenseitern, die sich im Internet verbünden. Die gelungene Visualisierung einer unkoordinierten Welle von Gewaltbereitschaft, die in realen Terror münden."

Diddo Ramm, Geschäftsführender Gesellschafter der Relevance GmbH: "Beeindruckender Titel, bedrückende Aussagen. So geht der Stern auf."

Oliver Klempel, Geschäftsführer Kreation bei B+D Communications: "Rechte Posts als Waffe der radikalisierten Szene: Eine überzeugende Idee und intelligente grafische Umsetzung. Und ein Hingucker am Kiosk!"

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "Sprechblasen werden genial zur Grafik. Wörter sind die neuen Waffen des 21. Jahrhunderts."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Ikonisch, klug, mutig – ein visuelles Statement, auch wenn es vielleicht Käufer kostet."

Nina Preuss, Geschäftsführerin Preuss und Preuss: "Durchdacht und zeitgemäß umgesetzt."

2. Platz: mare 136/2019

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "William Turner lässt grüßen. Dann mal auf zum High Tea an der Themse."

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "Ein Cover wie die Stadt. Simpel und passend. Hach ..."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Ok, so ein Cover kann sich vielleicht nicht jeder leisten. Zum Glück gibt’s mare."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "London, wie man es noch nie gesehen hat."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Ein London-Klischee passend auf den Punkt gebracht: trist, grau und doch stimmungsvoll. Ein gutes Bild macht ein gutes Cover."

Oliver Klempel, Geschäftsführer Kreation bei B+D Communications: "Ein mutiger Titel. Das eigentlich nur zu erahnende Bildmotiv wird im Kopf durch ganze Geschichten und Klischees ergänzt. Das ist weitaus spannender, als ein bloßes Abbild der Stadt."

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Mystisch und wunderschön: Man taucht sofort in diese besondere Atmosphäre – und direkt in den sprichwörtlichen 'Londoner Nebel' ein. Mit einem leichten Überraschungsmoment durch den Zusatz 'by the sea' und dem flirrenden Rot des mare-Schriftzugs ein so einfach wie ergreifendes Cover."

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "Ein ganz einfaches Cover. Mit dem Bild ist alles gesagt. Und es macht Lust auf London."

Steff Neukam, Managing Director Bloom: "mare! London? Überraschendes Cover, ungewöhnliche Perspektive, gute Fotografie – fällt auf und zieht rein."

Boris Pollig, Geschäftsführer Kreation bei bilekjaeger: "Das vernebelte Cover. Ein schönes Spiel mit Klischees."

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Das trifft es."

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation bei Vasataschröder: "London im Nebel – man sieht: nix! Das ist nicht nur witzig, das ist auch mutig, weil es dem Reflex widersteht, das gewohnte, vermeintlich massentaugliche Bild zu zeigen. Man weiß sofort, dass die Redaktion sich dem Thema auf unkonventionelle Weise nähert. Will ich lesen."

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Poetisch. Realistisch. Ungewöhnlich. Unverwechselbar mare. Und ein tolles Beispiel dafür, wie man ein todfotografiertes Motiv wie London völlig neu und eigenständig interpretieren kann."

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Ein starkes Bild: Man sieht fast nichts, und doch dechiffriert unser Gehirn sofort den Kern der Botschaft – London im Nebel, vom Wasser aus betrachtet. Ein mutiges Cover, weil blass, und trotzdem ein Hingucker an der bunten Kioskwand."

Diddo Ramm, Geschäftsführender Gesellschafter der Relevance GmbH: "The real London and a cup of tea."

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "London by the sea. Seit wann? Aber für eine Zeitschrift der Meere ist es clever gelöst."

Sina Brückmann, Creative Director bei ressourcenmangel: "London im Nebel. Naheliegend und trotzdem mutig."

3. Platz: brand eins 10/2019

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Großartig, wie brand eins es schafft, Cover zu machen, die plakativ, originell und witzig, aber gleichzeitig auch völlig unangestrengt und in gutem Sinne einfach wirken."

Sina Brückmann, Creative Director bei ressourcenmangel: "Schon wieder einfach schön. Prägnante Umsetzung des Titelthemas."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Schnörkel- und serifenloses Cover, das die Grundproblematik der Wahrnehmung direkt auf den Punkt bringt. Manche mögen das Cover für ein gelungenes Bild – in doppelter Hinsicht – halten, andere für ein trashy MS-Paint-Doodle. Tja."

Boris Pollig, Geschäftsführer Kreation bei bilekjaeger: "Ich find's endgeil."

Steff Neukam, Managing Director Bloom: "Warum kompliziert, wenn's auch einfach geht. brand eins macht es mal wieder vor, wie ein vielschichtiges Thema à la 'Wahrnehmung' plakativ mit aktueller Sprache reduziert umgesetzt werden kann und Lust auf mehr macht."

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "Ein Kernthema – großartig schlicht auf den Punkt gebracht. Da gibt's keine zwei Meinungen."

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Simpel und auf den Punkt . Und so wahr."

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "Ich find' das Cover nicht endscheiße!"

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation bei Vasataschröder: "Dieser Titel ist ein sehr lässiger Wurf. Da hat man zum richtigen Zeitpunkt aufgehört, die Grafik zu perfektionieren. Wäre sonst langweilig geworden. So ist es schön roh."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Ein Cover zum Thema 'Wahrnehmung', das wahrgenommen wird. Die bei brand eins übliche Reduktion sticht wohltuend heraus."

Oliver Klempel, Geschäftsführer Kreation bei B+D Communications: "Gewohnt reduzierte Übersetzung des Themas, und damit natürlich auch gewohnt plakativ. Inhaltlich spannend durch das umgangssprachliche Vokabular, das auf die Subjektivität von Wahrnehmung verweist."

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "Reduced to the max. Tolle Wort-Bild-Kombination."

4. Platz: Cicero Oktober 2019

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Das Thema Integration visuell mal ganz anders umgesetzt – ohne Kopftuch, dafür mit saisonalem Twist zum Oktoberfest. Macht neugierig auf den Cicero-Blick auf das große gesellschaftliche Dauerthema."

Steff Neukam, Managing Director Bloom: "Da bleibt man unweigerlich hängen. Moment, Stop, Dirndl, Lebkuchenherz mit arabischen Schriftzeichen... Schnell, aufmerksamkeitsstark, reflektierend."

Oliver Klempel, Geschäftsführer Kreation bei B+D Communications: "Das Thema ist inhaltlich und grafisch druckvoll umgesetzt – das Motiv als rhetorische Frage: Wäre das Ziel erreicht, wenn deutsches Kulturgut unreflektiert übernommen würde? Wenn nicht, welche Kriterien taugen sonst zur Bewertung von gelungener Integration? Zieht mich ins Heft."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Immer gut, mit Sehgewohnheiten zu brechen. Erstmals führt der erste Blick aufs Dirndl nicht ins Dekolleté."

Boris Pollig, Geschäftsführer Kreation bei bilekjaeger: "Komplexes Thema intelligent in Szene gesetzt."

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "München und Oktoberfest, diesmal als Aufhänger für Integration. Kein schlechter Gedanke, wenn man bedenkt, wie viele Nationen jedes auf dem Fest zu Besuch sind."

Lars Joachim Rose, Verleger der Mediengruppe Klambt: "Super aussagekräftiges Cover! Das Bild mit Lebkuchenherz bringt es auf den Punkt. Da braucht es kaum Text, das Foto alleine wirkt bereits kräftig!"

Alexandra Trudnowski, Geschäftsführerin bei MW Office: "Ein schwieriges Thema gekonnt und witzig aufs Cover gebracht."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Originelle visuelle Verdichtung. Ein Cover-Hingucker auf den ersten und den zweiten Blick."

5. Platz: Zeit Spezial 1/2019

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "Work-Life-Balance ist medial kein wirklicher Kracher mehr. Das Zeit Spezial Cover hingegen schon."

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "Schöne Wort-Bild-Schere. Mit einem einfachen, cleveren Visual."

Sina Brückmann, Creative Director bei ressourcenmangel: "Gutes Visual. Die Illustration bringt es schlicht und einfach auf den Punkt."

Nina Preuss, Geschäftsführerin Preuss und Preuss: "Gelungene illustrative Umsetzung."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Wir suchen alle nach Purpose, nach dem Sinn. Danach, was wir mit unserer begrenzten Zeit machen wollen. Ein fragiles Gebilde aus Arbeit und Freizeit, das kaum mehr Trennschärfe besitzt. Wenn das eine kippt, kippt das andere mit."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Ein Bild. Vier Worte. Alles gesagt."

Boris Pollig, Geschäftsführer Kreation bei bilekjaeger: "Die Liebe zur Arbeit sehr clever umgesetzt."

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "Herrlich doppeldeutig – das wirkt. Mehr."

Alexandra Trudnowski, Geschäftsführerin bei MW Office: "Ein Thema, das alle interessiert, die mitten im Arbeitsleben stehen."

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "Die Liebe zum Leben und die Liebe zum Job in Einklang zu bringen, ist nicht leicht. Je nachdem, wohin die Liebe verteilt wird, gerät die Work-Love-Live-Balance ins Ungleichgewicht. Je länger man draufschaut, umso tiefer ist der Inhalt des Covers."

6. Platz: Zeit Magazin International 2/2019

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "Super Portrait. Möchte ich kennenlernen. Blätter ich auf jeden Fall rein."

Sina Brückmann, Creative Director bei ressourcenmangel: "Iris Apfel – a Force of Nature. Im Portrait immer ein Titelhighlight."

Carsten Lukas, Executive Creative Director bei Bartenbach: "Schön skurrile Charakter-Szene."

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "Weils es einfach so ein einmaliges Fotos ist. Real Personality."

Alexandra Trudnowski, Geschäftsführerin bei MW Office: "Eine Ikone unserer Zeit einfach toll in Szene gesetzt."

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation bei Vasataschröder: "Ein beeindruckender Mensch wunderbar fotografiert. Man denkt sofort: ein Paradiesvogel! Und genau das ist Iris Apfel ja auch (Artikel unbedingt lesen!). Ich bin auch immer wieder Fan der Titel-Typographie."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Berrrrlin, Du bist so wunderbar..."

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Die Wirkung des Covers liegt natürlich in aller erster Linie an der wunderbaren Iris Apfel. Wenn man sie so sieht als 'Cover-Girl', wundert es nicht, dass sie noch mit 97 Jahre in einer Modelagentur angeheuert hat. Zu Recht! Im Gegensatz zu manchem Model wirkt sie aber eben nicht verkleidet, sondern imponiert uns mit der geballten Grandezza ihrer beinahe 10 Lebensjahrzehnte. 'Ich bin nicht verrückt nach Kleidern, ich bin verrückt nach dem Leben', sagt Iris Apfel. Das nimmt man ihr zu 100 Prozent ab."

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Das Gesamtkunstwerk Iris Apfel ist immer eine Augenweide. Und ein 98-Jährige als Covermodel ein Platz in den Top 5 wert!"

7. Platz: Der Spiegel 42/2019

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "Ein Cover zum Halle-Attentat: keine leichte Aufgabe und vom Spiegel herausragend umgesetzt."

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Der Davidstern "gezimmert" aus dem durchlöcherten Holz der Synagogentür – ein ebenso schlichtes wie berührendes Visual für die furchtbare Tat in Halle. Knapp und treffend die Zeilen dazu: ein überzeugendes Spiegel-Cover!"

Lars Joachim Rose, Verleger der Mediengruppe Klambt: "Tolles Cover-Foto – da braucht es keine große Zeile, zwei Worte reichen und der Leser weiß, um was es geht. Eine gute Mischung aus Schock, Trauer und Wut."

Diddo Ramm, Geschäftsführender Gesellschafter der Relevance GmbH: "Nie wieder? Warum die Frage? Nie wieder!!!"

Sina Brückmann, Creative Director bei ressourcenmangel: "Wichtiges Thema. Mit der nötigen Aufmerksamkeitsstärke inszeniert."

 

 

8. Platz: Zeit Campus 6/2019

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Plakativ."

Nina Preuss, Geschäftsführerin Preuss und Preuss: "Zielgruppengerecht umgesetzt. Regt mich zum Kauf des Titels an."

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Wunderbar, so ein Menschenkind zwischen, ja eben – Kind und junger Frau. Der Blick sagt uns: das bunte Gekrakel im Hintergrund hab ich geistig längst hinter mir gelassen. Und: mit mir ist nicht immer gut Kirschen essen, denkt ja nicht, ich bin nur süß. So darf man gespannt sein, auf den Artikel und auf die nächste junge Erwachsenengeneration."

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "Und was ist erwachsen heute? Tolles Thema, phantastisches Cover."

 

9. Platz: Capital 11/2019

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "Stilecht und passend: Ein Bild, eine Line, eine klare Botschaft."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Die einfachen Ideen sind ja bekanntlich die Guten. Ungesehene Inszenierung für mehr Awareness-Rendite."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Wertig und elegant, und unten mit einer kleinen Überraschung. So schön kann Geld sein."

 

10. Platz: Wirtschaftswoche 44/2019

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "You have my attention."

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "'Hey, willst du Sterne kaufen?' Dunkle Geschäfte mit den Bewertungen im Netz. Interessantes Cover. Von mir 5 Sterne."

Oliver Klempel, Geschäftsführer Kreation bei B+D Communications: "Die Irreführung von Verbrauchern als kriminelle Handlung ist eigentlich ein Dauerthema. Hier aber einfach und plakativ inszeniert."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Ein komplexes Thema, atmosphärisch spannend aufbereitet und schnell erfassbar. Toll."

Sonstige Bemerkungen

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation bei Vasataschröder: "Der Spiegel schwächelt, der Stern holt auf, sonst sehr wenig. Wie sagte Berti Vogts? Die Breite wird an der Spitze dünner. Oder so ähnlich."

Sina Brückmann, Creative Director bei ressourcenmangel: "Leider mein letzter Monat in der Jury. Und ein guter Monat noch zu dazu. Vielen Dank für die zahlreichen lustigen, mutigen, schönen und genialen Titel. Blattmacher da draußen, macht weiter so!"

 

Weitere Kommentare zu eingereichten Titeln, die es nicht unter die Top 10 geschafft haben:

Philosophie Magazin 6/2019

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "Ein super Portrait-Foto, das den Leser in seinen Bann zieht. Weckt Interesse an einem Themenbereich, der mich sonst nicht interessiert."

 

manager magazin Sonderheft 1/2019

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "Ungewöhnliches Cover-Visual für das manager magazin. Fällt auf."

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation bei Vasataschröder: "Mir gefällt die Bildidee. Die Revoluzzer-Faust in außerparlamentarischem Schwarz/Weiß voller Klunker und Bling Bling. Mit den Reichen ist nicht zu spaßen! Eigentlich sind da ein bisschen viele Störer auf dem Titel und die Typo ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber diesen Monat sind alle anderen Titel deutlich schlechter."

Der Spiegel 44/2019

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Wenn man von Corporate Design und einheitlicher Bildsprache redet, kann man Spiegel-Cover immer gut als das diametrales Gegenteil heranziehen. Wie die deutsche Autoindustrie: Ideenlos, langweilig, schon tausend Mal gesehen. Findet am Ende aber doch seine Abnehmer. Daher: Passend."

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Die vordergründige Botschaft ist klar: Die deutsche Automobilindustrie befindet sich in der Mitte einer Vollbremsung. Noch spannender ist der Subtext dieser Illustration, nämlich die Verflechtung der Politik mit der Automobilwirtschaft. Der Bundesadler im Cabrio, das Markenzeichen auf dem Kühlergrill die deutsche Flagge. Die Unterzeile 'Ideenlos, träge, ängstlich' trifft sowohl auf die kritisierte Industrie zu, als auch auf die aktuelle gefühlte Politik der großen Koalition."

 

Wirtschaftswoche 45/2019

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Der 'angezählte' Stencil-Panda humpelt auf dem Wiwo-Cover schon an Krücken aus dem Ring. Die Box-Metapher ist zwar etwas verunglückt, der Kern der Aussage aber natürlich brandaktuell. Zwischen Handelskrieg, Währungsmanipulation, Menschenrechtsverstößen, Umweltprojekten und einem Gottkanzler muss China jetzt beweisen, dass es nicht unter seinem eigenen Gewicht kollabiert."

Carsten Lukas, Executive Creative Director bei Bartenbach: "Humpelnder Panda im Banksy-Look. Das schafft Aufmerksamkeit im Zeitschriften-Regal."

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "Der Panda wankt. Riese China geht auf Krücken. Im Kopf passiert da sehr viel. Und es zieht ins Thema. Und das ist mitunter eine der wichtigsten Aufgaben eines Covers."

Diddo Ramm, Geschäftsführender Gesellschafter der Relevance GmbH: "KungFu-Panda mit Krücken, genial."

Wirtschaftswoche 42/2019

Lars Joachim Rose, Verleger der Mediengruppe Klambt: "Die Karotte mit Stacheldraht – das Thema wurde bildlich toll umgesetzt. Das Thema an sich brennt den Lesern förmlich unter den Nägeln."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Auf jeden Fall hat sich die Leistung gelohnt, die in diesem Cover steckt."

Steff Neukam, Managing Director Bloom: "Das fragen sich viele und viele kommen sich so vor. Hohes Involvement trifft prägnante Ansprache. Plakativ auf den Punkt. Kauf garantiert."

Carsten Lukas, Executive Creative Director bei Bartenbach: "Die Karotte, die im Hals steckenbleibt. Einfallsreich inszeniert."

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Die Möhre an der Angelleine ist das gerne verwendete Sinnbild für Ansporn und Motivation. Doch die Wirtschaftswoche ist der Ansicht, dass sich hohe Steuern, falsche Abgaben und ein überbordeter Sozialstaat wie Stacheldraht um die Karotte gelegt haben. Schluss mit Ansporn. Eine schmackhafte Alternative ist nicht in Sicht, die Mittelschicht ist frustriert."

 

Stern 42/2019

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Ehrlich gesagt ist das Motiv für Kanada gar nicht mal so ungewöhnlich. Aber die Headline ist einfach gut. Und richtig."

Lars Joachim Rose, Verleger der Mediengruppe Klambt: "Schönes Bild und Mega-Zeile – jeder Leser weiß auf den ersten Blick sofort, was das Cover damit aussagen möchte. Gut gelungen!"

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "So weit. So nah? Und warum eigentlich? Neugier auf mehr ist entfacht."

Weltkunst 4/2019

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "Zwanziger Jahre meets Avantgarde meets Münchner Klischees. Starkes Cover."

Nina Preuss, Geschäftsführerin Preuss und Preuss: "München perfekt inszeniert."

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "Oktoberfest meets München. Clever und ansprechend."

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Für den Münchner Betrachter fast schon eine Ikone auch durch die Präsenz im Stadtbild als Plakat – das fantastische Portrait des Tänzers Sacharoff von Alexej von Jawlensky. Das ist, wie man in der Umsetzung dieser effektvollen Illustration sieht, auch nach über 100 Jahren immer noch spannend und modern. Schön plakativ, die simple Reduktion auf 'Jawlensky-Rot' und 'Bayrisch-Himmelblau'."

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "Da erschließt sich Vieles erst auf den zweiten oder dritten Blick. Hinschauen macht Spaß."

Diddo Ramm, Geschäftsführender Gesellschafter der Relevance GmbH: "Auch Künstler gehen in die Kneipe. In memoriam Kathi Kobus, eine Münchner Legende."

 

manager magazin 11/2019

Carsten Lukas, Executive Creative Director bei Bartenbach: "Sauber und clean illustriert."

Weltkunst 164/2019

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Noch nicht gesehen – tut gut."

stayinart – Voyager 3.19

Alexandra Trudnowski, Geschäftsführerin bei MW Office: "Tolles Foto, sticht aus anderen Titeln heraus, animiert zum Blättern."

 

Men's Health Dad 2/2019

Lars Joachim Rose, Verleger der Mediengruppe Klambt: "Auch ein Magazin für Männer kann mit einem emotionalen Foto punkten: Thema und Bild passen perfekt."

Alexandra Trudnowski, Geschäftsführerin bei MW Office: "Passt toll in die heutige Zeit und die Veränderung des Vaterseins."

Wirtschaftswoche 46/2019

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Die Deutsch Bahn gilt als der Prototyp des Greenwashing, ein (Vor)urteil, das sie selbst auf wunderbare Weise befeuert: der rote Streifen des ICE wird einfach mal durch einen grünen Streifen ersetzt. Dabei hat 'die Greta-Welle der Bahn Milliarden an Steuergeldern beschert', schreibt die WiWo auf der Titelseite, traut allerdings dem Bahnchef Richard Lutz nicht zu, die Bahn mit diesen Geldern zukunftsfähig zu machen. Sie stellt Lutz als Scheinheiligen dar, mit grellgüner Krawatte und Greta-Thunberg-Schatten im Hintergrund."

Deutsch Perfekt 12/2019

Nina Preuss, Geschäftsführerin Preuss und Preuss: "Simple und hervorragend illustrative Umsetzung."

Margit Mair - 15.11.2019