Cover des Monats März 2019: brand eins verwirrt Alexa

Mit Humor und in typischer brand eins-Manier macht das Gewinner-Cover vom März 2019 deutlich, was Sprachassistenten unfreiwillig alles anrichten können. Unsere Experten-Jury belohnt den aufmerksamkeitsstarken Titel mit der Wahl zum Cover des Monats.

Das sagt die Jury zu den März-Covern:

1. Platz: brand eins 3/2019

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Ein Cover, das raffiniert Print in seiner schlichtesten Form nutzt und mit einer Prise Humor mitten ins Herz und Hirn trifft. Gewohnt gekonnt."

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "Der Titel ist so skurril wie die Aussage."

Peter Engels, Creative Director Visual Design bei Cocomore: "Dass man mit wenig viel erreichen kann, beweist das ausschließlich mit Typografie gestaltete Cover der brand eins. Die Verwendung einer funktionalen Systemschrift, der Verzicht auf Bilder und Farbe schafft Aufmerksamkeit, nicht zuletzt durch Abgrenzung zu anderen Covern."

Nina Preuss, Geschäftsführerin der Agentur Preuss und Preuss: "Ob ich will, oder nicht: brand eins rückt bei mir fast immer auf Platz eins. In diese kreative und gestalterische Liga ist seit Bestehen kein anderes Magazin aufgerückt."

Markus Haupt, Kreativdirektor bei C3: "Ja, ist lustig und umreißt das Thema schön brand-eins-mäßig. Da lacht die etwas ältere Generation und Emojis sind auch dabei. Kann man so machen."

Ole Puls, Creative Director bei Saatchi & Saatchi: "Ohne Worte."

Diddo Ramm, Geschäftsführender Gesellschafter der Relevance GmbH: "Alexa, sag’ bitte dem Kühlschrank in der brand eins-Küche, dass er dem Rechner vom Mike sagen soll, dass er der Smartwatch von Gabriele die Nachricht schickt: Es steht jede Menge Bier, Wein und GinTonic bereit, da man beim Voting Cover des Monats gewonnen hat."

David Link, Geschäftsleiter Creative & Beratung bei cyperfection: "Treffende Beschreibung, wie unsinnig gerade die Heimvernetzung im Zuge der Digitalisierung ist. Einfache Typo meets Emojis. Viel Text, aber das sind Leser von brand eins ja gewohnt."

Nadine Schlichte, Geschäftsführerin Kreation bei Butter: "Mein absolutes Highlight in diesem Monat ist der Titel der brand eins. Humorvoll wie immer und grafisch reduziert, sticht er unglaublich klar aus allen Einreichungen hervor. Toll!"

Karl-Hans Schmitt, Geschäftsführender Gesellschafter von Schmitt & Hahn: "Das Titelbild zeigt, was ein Sprachassistent alles anstellen kann."

Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Die brand eins schafft es immer wieder mit nur wenigen Elementen und pointierten Text meine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Und auch diesmal wieder! Wenn auch etwas sehr viel Text für Cover, aber dafür sitzt alles."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Eigentlich ist die Aussage "Wo Digitalisierung im Alltag nützt" nicht titeltauglich. Der Rest dann aber doch."

2. Platz: GQ 04/19

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Eine starke, puristische Inszenierung einer Ikone. Einfach Klasse."

Nina Preuss, Geschäftsführerin der Agentur Preuss und Preuss: "Karl L. zieht immer, lebendig oder tot, als alter oder junger Mann."

Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Egal mit welchen Foto — Karl macht einfach immer das Cover perfekt."

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "Legendary."

Peter Engels, Creative Director Visual Design bei Cocomore: "In stillen Gedenken nimmt die GQ Abschied: Nur Lagerfeld, sonst nichts – stilvoll wie seine Mode. Die Reduktion verschafft dem Altmeister einen ehrwürdigen Abschied und der GQ eine exzellente Coverreihe."

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Um Karl den Großen zu würdigen, setzen die Macher von GQ gleich auf drei Titelmotive und verzichten auf eine Headline. Top! Die Motive hätten für meinen Geschmack allerdings noch stärker differenzieren können."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Hat Karl. Hat Stil. Vielleicht sollte GQ öfter mal die Teaser-Texte weglassen."

Diddo Ramm, Geschäftsführender Gesellschafter der Relevance GmbH: "Reduced for the Max. Bilder mit Seele – Titel einer Legende. Großartiges Wechselcover."

David Link, Geschäftsleiter Creative & Beratung bei cyperfection: "Der Meister ist tot, der Meister ist tot. Und wird gehuldigt. Hingucker."

Nadine Schlichte, Geschäftsführerin Kreation bei Butter: "Eine tolle Reihe hat die GQ da geschaffen. Mit Bildern, ohne Worte. Denn die Ikone braucht keine Bildunterschrift."

Karl-Hans Schmitt, Geschäftsführender Gesellschafter von Schmitt & Hahn: "Die verschiedenen Titelbilder zeigen Herrn Lagerfeld eindrucksvoll und prägnant in verschiedenen Altersstufen."

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation Vasataschröder: "Monatsmagazine sind ja leider oft etwas hinterher. Also noch mal Lagerfeld… Die Titelbildauswahl der GQ ist wirklich gut. Alle drei Bilder top ikonographisch. Am spannendsten ist das Bild von Lagerfeld in jungen Jahren – eine ganz eigene, echte Atmosphäre. Und aus Respekt gibt es kein weiteres Themen-Klimbim auf dem Titel. Alles richtig gemacht!"

 

 

3. Platz: Wirtschaftswoche 10/2019

Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Super Illustration zum Thema! Macht richtig Spaß und sofort neugierig, den Artikel zu lesen. Bitte mehr davon."

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Ein Kreuz als Silhouette des Himmels zwischen Industrieabgasen. Gelungene grafische Umsetzung eines Titelthemas, das den Widerspruch von Zeitgeist, Ökologie und Ökonomie aufnimmt. Gefällt."

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "Visuell eindringlich. Wunderbar, wie die Parallelen herausgestellt werden."

Markus Haupt, Kreativdirektor bei C3: "Beim ersten Blick ist man eher bei Friedhof als bei Religion, trotzdem gute Umsetzung einer schönen Idee – vielleicht künftig noch etwas mehr am Zusammenspiel Optik und Text arbeiten?"

Ole Puls, Creative Director bei Saatchi & Saatchi: "Sehr schön. Es ist eben einfach ein Kreuz mit der Industrie."

Diddo Ramm, Geschäftsführender Gesellschafter der Relevance GmbH: "Klarer grafischer Hingucker, gut lesbare Typografie."

David Link, Geschäftsleiter Creative & Beratung bei cyperfection: "Aufmerksamkeitsstarke Kollage."

 

4. Platz: crema 2/2019

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Schöne Typo, leckere Aufbereitung. Der Titel ist hier Programm und springt mich als Markenmacher, der sich täglich mit dem Thema Food beschäftigt, natürlich sofort an."

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Modernes Layout mit genussvollem Typo-Spiel. Ein interessanter Hingucker."

Nina Preuss, Geschäftsführerin der Agentur Preuss und Preuss: "Mehr Handlettering auf die Titel!"

Diddo Ramm, Geschäftsführender Gesellschafter der Relevance GmbH: "Mit Mut zur Schreibschrift, ein echter Hingucker."

Markus Haupt, Kreativdirektor bei C3: "Einfach, weil es anders ist, man hinschaut, es nach Handlettering aussieht, die Typo teilweise hinter die Optiken läuft und – leider – auch nichts anderes dabei ist, was die Nummer eins sein könnte..."

5. Platz: Weltkunst 156/2019

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Eine klassische Defilé-Pose im klassischen Aquarelle-Stil. Einleuchtend einfach."

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "Sehr schönes Motiv, das den zweiten Blick wert ist."

Peter Engels, Creative Director Visual Design bei Cocomore: "Wenn Kunst das Cover ziert, steigt es nicht automatisch im Wert. Sie kann ihm aber ganz sicher Attraktivität verleihen. Ein Magazin-Cover, das sich als Accessoires harmonisch in die Einrichtung des Kunstliebhabers integriert."

Ole Puls, Creative Director bei Saatchi & Saatchi: "Ich versteh's nicht. Allein schon deswegen mindestens Platz vier."

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation Vasataschröder: "Die Titel-Illustration von Aurore de la Morinerie ist natürlich der Hammer! Leicht angegilbter Hintergrundton, wenig Text – viel mehr braucht es nicht. Dieser Titel hat die Lässigkeit der Zeichnung bewahrt. Schön!"

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Bei Aquarellen werde ich jedes Mal schwach."

6. Platz: Cicero März 2019

Nina Preuss, Geschäftsführerin der Agentur Preuss und Preuss: "Gelungene Kombination von Kunst und aktuellem politischen Zeitgeschehen. "

David Link, Geschäftsleiter Creative & Beratung bei cyperfection: "Zum Weglaufen dieses Fernsehkabarett! Cicero ist es auf eine Art auch und ist gerade deshalb stilsicher. Dominierende Rottöne, Pinselstrich-Ästhetik und der Rote-Nase-Teaser runden das Gesamtbild ab."

Nadine Schlichte, Geschäftsführerin Kreation bei Butter: "Lustig und bissig. Herrlich."

Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Die Illustration sitzt super im Format. Nur der pinke Störer stört wirklich. Das geht besser."

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation Vasataschröder: "Den obligatorischen Störer als Bildelement zu nutzen, ist eine nette Idee. Die Illu ist ungewöhnlich grob, das Titelthema textlich knapp beschrieben. Ich musste schmunzeln – naja, ich bin ja auch Rheinländer."

 

7. Platz: Deutsch Perfekt 4/2019

Nina Preuss, Geschäftsführerin der Agentur Preuss und Preuss: "Ganz gute Illustration."

Ole Puls, Creative Director bei Saatchi & Saatchi: "Toll in der Art Direction. Humorvoll im Text. Zumindest wenn man darüber nachdenkt, wie augenzwinkernd der Magazintitel Deutsch Perfekt mit dessen Claim Einfach besser deutsch korrespondiert."

David Link, Geschäftsleiter Creative & Beratung bei cyperfection: "Eindimensionaler Draufsichtstil, der sich allerdings in einigen Details verliert."

8. Platz: Stern 14/2019

Diddo Ramm, Geschäftsführender Gesellschafter der Relevance GmbH: "Schönes Wortspiel einer traurigen Integrationsgeschichte."

Nadine Schlichte, Geschäftsführerin Kreation bei Butter: "Guter Titel mit einem starken Wortspiel. Macht schnell klar, worum es geht und neugierig, mehr über die andere Seite des Menschen Özil zu erfahren."

Karl-Hans Schmitt, Geschäftsführender Gesellschafter von Schmitt & Hahn: "Des einen Freud des anderen Leid – Enttäuschung und Begeisterung."

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation Vasataschröder: "Sauber gestalteter Titel. Schön mit dem Heroischen im Thema gespielt. Gute Titelzeile. Noch weniger hätte mir noch besser gefallen. Die MaFo hat's vermutlich verhindert… "

9. Platz: Der Spiegel 14/2019

Nadine Schlichte, Geschäftsführerin Kreation bei Butter: "Der Spiegel punktet mit einer provokante Headline zum Thema Impfen, die die Absurdität des Protagonisten Spahn auf den Punkt bringt. Wer mit Staatsräson gesellschaftliche Probleme angeht, statt Menschen mitzunehmen, zeigt seine Ideen- und Hilflosigkeit und kann nicht ernst genommen werden."

Karl-Hans Schmitt, Geschäftsführender Gesellschafter von Schmitt & Hahn: "Der Titel spiegelt die gesellschaftliche Diskussion um die Impfpflicht wider."

10. Platz: Stern 12/2019

Markus Haupt, Kreativdirektor bei C3: "Das hat was. Irgendwie. Alles drin: Allegorie, das Schwarz-Rot-Gold, die Betextung. Da stört sogar der Freisteller von Dr. Hirschhausen fast gar nicht. Und lieber Art Director: Ich finde es toll, wenn es noch Leute gibt, die ihr Handwerk verstehen!"

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation Vasataschröder: "Die Bildidee zum Titelthema ist grandios! Für einen Stern-Titel geradezu hintersinnig! Und das Drumherum ist für Stern-Verhältnisse mutig in den Hintergrund gedrängt. Alleine schon dafür gehört dieser Titel ausgezeichnet. Warum der Löffel aber nur fast in der Mitte liegt (wahrscheinlich durfte der Schatten nicht ins Logo ragen…) und der unvermeidliche Hirschhausen noch von unten aus einem weißen Balken in den Titel ragen muss, bleibt schleierhaft. Egal, dieser Titel ist gut."

 

Sonstige Bemerkungen

Nina Preuss, Geschäftsführerin der Agentur Preuss und Preuss: "Diesen Monat leider eine eher schlappe Auswahl, mit Platz 4 und 5 habe ich mich schwer getan."

Markus Haupt, Kreativdirektor bei C3: "Die Lagerfeld-Titel hätte sich GQ irgendwie sparen können ... die sind alle nix. Und was war da beim Spiegel los? Der Stern hingegen hatte da einen ganz guten Monat, weiter so!

David Link, Geschäftsleiter Creative & Beratung bei cyperfection: "Super schwacher Monat mit kaum wirklichen Highlights. Es fällt schwer, hier überhaupt was rauszustellen und zu prämieren."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Puuh, das war schwer diesmal. Das Niveau von Spiegel und Stern ist besorgniserregend."

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation Vasataschröder: "Ein eher schlechter Jahrgang. Wenn der Spiegel nicht liefert, merkt man, wie wenig daneben bestehen kann. Und wenn sich dann auch noch die brand eins bis zur Langeweile in ihrer Intellektualität suhlt, dann wird's eben dünn."

 

Weitere Kommentare zu eingereichten Titeln, die es nicht unter die Top 10 geschafft haben:

Melodie & Rhythmus 02/19

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "Erschreckend und leider wahr."

Ole Puls, Creative Director bei Saatchi & Saatchi: "Das Triumvirat eines großartigen Covers: Plakativität. Vielschichtigkeit. Maschinengewehre."

Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Die Kontroverse um die Kampagne der Bundeswehr geht ja schon länger durch die Medien. Nur konsequent, das jetzt auch in einer Illustration im Stil der Kampagne aufs Cover zu setzen."

Vogue Business 1/2019

Peter Engels, Creative Director Visual Design bei Cocomore: "Lässig, ungestylt und natürlich. Es braucht nicht viel, um einer starken Frau den angemessenen Rahmen zu geben. Vielmehr verleiht das beiläufige Backstage-Setting zusätzlich an Größe."

Markus Haupt, Kreativdirektor bei C3: "Geiles Foto, cooler Look (back to the 90s, I like!) – in die Vogue würde ich auch mal reinschauen! "

 

Der Spiegel 11/2019

Peter Engels, Creative Director Visual Design bei Cocomore: "Nicht die Regel – ein Spiegel-Cover, das sich sehen lassen kann. Stark gemacht!"

Vogue 4/2019

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Plakativ, lebensfroh, ein echter Hingucker. Das Titelthema spiegelt sich auch in der Farbwahl. Leider leidet darunter die Lesbarkeit der Schlagzeile etwas. Aber geschenkt."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Siehe GQ: Ein tolles Bild sagt mehr als 10 Teaser."

 

Wirtschaftswoche 11/2019

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Die bittere Wahrheit über SAP, impaktstark auf einer Cover-Seite. Endlich."

AD Architectural Digest 4/2019

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Oh, Menschen auf einer AD-Coverseite! Außergewöhnlich und gelungen: spontan, lebendig und in typischer AD-Ästhetik."

Karl-Hans Schmitt, Geschäftsführender Gesellschafter von Schmitt & Hahn: "Das Cover stellt die italienische Leichtigkeit im Dekobereich eindrucksvoll dar."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Wieder was gelernt: Junges Italien = Mid Century Denmark."

Margit Mair - 17.04.2019