Cover des Monats Juli 2019: brand eins begegnet der Komplexität mit Leichtigkeit

Das Hamburger Wirtschaftsmagazin ist bekannt für seine feinsinnigen oft leicht daherkommenden Typo-Cover. Beim Thema Komplexität legten sich die Macher noch einmal zusätzlich ins Zeug, um einen simplen Gegenpol zu dem gewichtigen Topic zu setzen. Unsere Experten-Jury atmete durch und kürte den brand eins-Titel 7/2019 leichten Herzens zum Cover des Monats Juli 2019.

Das sagt die Jury zu den Top 10-Covern im Juli:

1. Platz: brand eins 7/2019

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Wie immer: puristisch, plakativ und intellektuell. Nur brand eins kann wie brand eins sein."

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "Sehr minimalistisch. Aber sagt doch alles. Besser als ein Foto."

Steff Neukam, Managing Director Bloom: "Reines Typo-Cover. Überraschend, macht neugierig."

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Plakativ: Das strenge Schwarz-Weiß im bunten Umfeld. Stark auch die Reduktion auf zwei Begriffe. Man sieht, dass auch ganz ohne angestrengt konstruierter Bildkomposition ein kraftvoller Titel möglich ist."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Ein getextetes und dabei markantes Cover. Und dann noch mit einem sensationellen Teaser. Denn wer möchte nicht wissen, wie es nach dem Ausatmen verdammt noch mal weitergeht. "

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Eine auffallende Einladung im üblichen, stets klaren und impact-starken Stil."

Jürgen Siebert, Director Marketing bei Monotype: "Ein rationales und visuelles Paradoxon, dieser brand-eins-Titel. Während sich "normale" Art-Direktoren dem Schwerpunkt-Thema "Komplexität" vielleicht mit einer komplexen Gestaltung angenähert hätten, weckt brand eins die Neugier der Kioskkundschaft mit dem Gegenteil: Simplizität! 3 × einatmen, 3 × ausatmen, gesetzt in Helvetica, schwarz auf weiß. Und die Redaktion verrät schon mal eine erste Methode, der Komplexität zu begegnen: durchatmen."

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation bei Vasataschröder: "Die brand eins-Titel sind so einfach und so gut und das so konstant, dass es beinahe langweilig ist."

Patrick Ackmann, Geschäftsleitung Creation bei WEFRA Classic: "Wunderschön simpel. So viel Charme mit so wenigen Mitteln, herrlich."

Boris Pollig, Geschäftsführer Kreation bei bilekjaeger: "Die Herausforderung Komplexität wunderbar einfach umgesetzt. Minimal Design at ist best."

Oliver Hempel, CMO Lagardère Travel Retail: "Normalerweise sagt man ja: Bild schlägt Wort. Die brand eins zeigt, dass es auch andersrum funktioniert."

Bodo Schiefer, Geschäftsführer der Kunst und Kollegen Kommunikationsagentur: "Ich bin schon ganz entspannt."

Stefanie Tannrath, Managing Director Carat: "Man fängt direkt an mit zu atmen..."

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "In einer Welt der Komplexität gelingt brand eins mal wieder die perfekte Reduktion. Und schenkt einen Moment des Durchatmens."

Sina Brückmann, Creative Director bei ressourcenmangel: "Einatmen, ausatmen… Wieder mal ein Knaller."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Hat zwar nichts mit Komplexität zu tun, macht aber gut was her."

Peter Petermann, Chief Strategy Officer bei Wavemaker: "Ein großartiges Statement zur aktuellen medialen Hyperventilation. Allzu oft möchte man in die Runde sagen: 'Ruhig, Brauner!'"

Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Sehr schlicht, beinahe ungestaltet kommt das Cover daher. Aber der Untertitel reißt es raus. Toller Titel!"

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "Wie immer ein Hingucker. Es könnte alles so einfach sein!"

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Und wieder mal die brand eins, die mit einem Typo Cover Art das Schwerpunktthema Komplexität anzugehen versucht, was super gelingt. Einfach und optisch ein Hingucker bleiben wir gelassen und atmen entspannt ein – und aus – ein – und aus – ein – und aus."

Franziska Mirwald, Senior Art Director bei Freunde des Hauses: "Inhaltlich herrlich auf den Punkt gebracht und visuell gerade durch die Schlichtheit aufmerksamkeitsstark."

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Und jetzt durchatmen! brand eins schafft es mal wieder in meine persönliche Top Five. Die Reduktion ist bei den Hamburgern mittlerweile so sehr Stilmittel, das sie bis zum Anschlag ausgereizt wird, aber dennoch immer wieder gekonnt variiert. Gefällt."

Gunhild Meyer, Director Communication Consulting bei MW Office: "Aufmerksamkeitsstark und beruhigend."

2. Platz: Der Spiegel 30/2019

Jürgen Siebert, Director Marketing bei Monotype: "Wer kennt sie nicht, die bekannteste Zahnlücke der Welt: Alfred E. Neumann, ewiger Titelheld des US-Satiremagazins Mad. Genau eine Woche, nachdem die Einstellung der 67 Jahre alten Zeitschrift bekannt gegeben wurde, liefert sie die Vorlage für einen außergewöhnlichen Spiegel-Titel: "Mad in England", darunter der neu gewählte britische Premierminister Alfred … ähem, nee Boris Johnson, illustriert als Alfred E. Neumann. Treffender kann man die politische Posse auf der Insel nicht illustrieren."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Cover auf Cover. Visual storytelling at its best. Mein klarer Favorit."

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "Die Einfachheit der Idee und das passende Wortspiel mit Mad überzeugen. Und Boris Johnson ist auch das Thema gerade. "

Steff Neukam, Managing Director Bloom: "Gelungene Assoziation."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Dem Spiegel gelingt es ja eigentlich nie, witzig zu sein. Aber so knapp davor war er selten."

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Verrückt? Absurd? Irrational? Ein sehr gelungenes Cover, das mit einer vielschichtigen Ausleihe aus dem bekanntesten Satire-Magazin der Welt den nächsten Kapitel des Brexit-Dramas anteast. Herzlichen Glückwunsch!"

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "Hingucker – obwohl ich auf den ersten Blick Donald Trump statt Boris Johnson gesehen hab. Gewollt?!"

Franziska Mirwald, Senior Art Director bei Freunde des Hauses: "Man weiß nicht, ob man lachen oder sich gruseln soll. Die Idee ist so naheliegend, dass sie schon fast zu simpel ist. Trotzdem ein Hingucker in der Masse der Zeitschriftencover."

Oliver Hempel, CMO Lagardère Travel Retail: "Da hat der Spiegel zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Kritik an den fragewürdigen Pläne des neuen Premier des Vereinigten Königreiches – kombiniert mit einer Hommage an das Mad Magazin, dessen letzte Print-Ausgabe mit neuen Inhalten Ende in den USA erscheinen soll."

Carsten Lukas, Executive Creative Director bei Bartenbach: "Perfekte Verknüpfung von Brexit & dem Ende des Mad Magazins."

Boris Pollig, Geschäftsführer Kreation bei bilekjaeger: "Boris Jonnson als Alfred E. Neumann. Wunderbarer Titel in Anlehnung an das unvergessene Mad Magazin."

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation bei Vasataschröder: "Das letzte Mad-Heft erscheint und kurz darauf liegt der Spiegel-Titel mit Boris E. Johnson in den Regalen. Das ist natürlich eine Tat! Der Spiegel positioniert sich mal wieder klar und zeigt obendrein Humor. Hab sehr gelacht!"

Bodo Schiefer, Geschäftsführer der Kunst und Kollegen Kommunikationsagentur: "Was für ein brillantes Cover. Boris Johnson als Alfred E. Neumann eingewoben in einen Mad-Titel, besser hätte man die Situation in England nicht auf den Punkt bringen können."

Markus Haupt, Kreativdirektor bei C3: "Super schöne, sehr freche und kreative Idee – einer der Spiegel-Titel, an die man sich noch lange erinnern wird. Auch wenn außerhalb der Zielgruppe wohl kaum noch jemand Alfred E. Neumann und Mad kennt..."

Stefanie Tannrath, Managing Director Carat: "Boris Johnson bringt den Spiegel dazu das legendäre Magazin Mas zu werden. Hat was."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Toll toll toll. Wegen der lieblosen Typo drumrum leider nicht perfekt."

Peter Petermann, Chief Strategy Officer bei Wavemaker: "Boris E. Neumann auf dem Titel ist Satire in Reinform, absolut großartig. Fehlt nur Donald Trump als Fred Feinbein ... Lieber Spiegel: Don Martin wäre stolz auf Euch!"

Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Haha, MAD, not bad! Boris Johnson würde es gefallen. Wahrscheinlich hat er schon in der Spiegel-Redaktion angerufen und nach den Rechten für sein Twitter Profilbild gefragt."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Das Mad Magazine ist wahrscheinlich das Symbol für endlose Dummheit. Alfred, der Held des Mad Magazines, und Boris passen da schelmenhaft wie Arsch auf Eimer. Augenscheinlich ist doch Johnsons ambivalentes Verhältnis zur Wahrheit. Bei Mad bleibt zumindest Satire Satire – bei Johnson verschwimmen regelmäßig die Grenzen von Fiktion und Realität – wobei eigentlich nur die Fiktion narrativ realisiert wird."

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Das Gezerre um den Brexit kann einem die Tränen in die Augen treiben. Vor allem, wenn man die möglichen wirtschaftlichen Konsequenzen bedenkt. Bei diesem Spiegel-Titel hat man auch Tränen in den Augen – aber, sorry, vor Lachen. Brexit-Boris als Alfred E. Neumann in einer Coverversion eines Mad-Titels. Umwerfend sexy."

3. Platz: 11 Freunde 218

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "Endlich mal nicht Fußball pur, sondern eine ansprechende Anspielung."

Martin Reinhardt, Geschäftsführender Gesellschafter bei Die Magaziniker: "Die Bundesliga als Samstagabendunterhaltung... Schöne Idee, aber recht langsam als Cover und eher für die Fans des Hefts. Darum nur auf dem fünften Platz."

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "Humor & Idee: unbezahlbar. Einfach 11Freunde-standesgemäß. Die Show kann kommen..."

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Herrlich, wie 11Freunde die neue Fußball-Saison einläutet. Da tritt Bayerns Noch-Präsident Uli Hoeneß im Stile von Hänschen Rosenthal als Gastgeber der Rateshow Balli Balli an. Genial! Wunderbar auch die Kandidaten wie BVB-Boss Aki Watzke oder Gladbachs Sportdirektor Max Eberl, über dem ein Seitenhieb auf den neuen Trainer Marco Rose prangt."

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "Irgendwie verwirrend und deshalb so gut! "

Carsten Lukas, Executive Creative Director bei Bartenbach: "Nette Anspielung auf Dalli Dalli und gelungene visuelle Umsetzung."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Allein schon wegen seiner Vielschichtigkeit ein toller Titel – rücken doch die sportlichen Aspekte des Fußballs mehr und mehr in den Hintergrund. Konsequenterweise könnte 11Freunde noch seinen Claim ändern in "Magazin für Unterhaltungskultur". "

Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Endlich! Da überlegt man die ganze Zeit und fragt sich was man die letzten Wochen über vermisst hat. Und dann geht man an den Kiosk und dann plötzlich fällt der Vorhang. Die Bundesliga geht weiter. Großartiges Cover, Humor, Style — alles da! "

Oliver Hempel, CMO Lagardère Travel Retail: "Mal wieder ein Cover in bester 11Freunde-Tradition."

Patrick Ackmann, Geschäftsleitung Creation bei WEFRA Classic: "Ein humorvoller Start in die neue Bundesliga-Saison! Während sich vieles im Medienbereich nur noch um 'Digital Natives' und 'Generation Y/Z' dreht, macht 11Freunde selbstbewusst den Schritt in die Anlehnung an die 80er Kultshow."

Markus Haupt, Kreativdirektor bei C3: "Ja, das ist schon sehr lustig. Wenn man noch nie einen Titanic-Titel gesehen hat..."

Sina Brückmann, Creative Director bei ressourcenmangel: "Feines Retro-Zitat. Das war Spitze!"

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "-Trainer, darf ich mal nen ganz albernen Titel vorschlagen? -Mach et, Otze."

4. Platz: Wirtschaftswoche 28/2019

Katja Herin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Schwieriges Thema, plakativ und witzig umgesetzt, so dass man hängenbleibt und sofort versteht, um was es geht. Perfektes Zusammenspiel von Zeile und visueller Umsetzung."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Eine puristisch ausgeführte Bildidee als Hingucker."

Carsten Lukas, Executive Creative Director bei Bartenbach: "Die Erdbeere mit Sturmhaube hat gewisses Stopping-Potenzial."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Wer hätte gedacht, dass es einmal nichts zwingenderes für einen Wirtschafts-Magazintitel geben könnte als eine maskierte Erdbeere."

Patrick Ackmann, Geschäftsleitung Creation bei WEFRA Classic: "Unglaublich starker Titel: bedrohlich, aber dabei nicht zu schwer oder trist – fast schon humorvoll. Ein wichtiges Thema, dass man sicher auch sehr langweilig sachlich präsentieren könnte – hier guckt man definitiv zweimal hin und will mehr erfahren. Top!"

Markus Haupt, Kreativdirektor bei C3: "Das Gestaltungskonzept der Wirtschaftswoche ist an sich eine Zumutung – mit diesem weißen Aufkleber inkl. Teaser als Titelkopf. Länge, Höhe, Breite – und dann noch ein zentriert plaziertes Visual mit mittiger Headline: mehr Statik geht eigentlich nicht. Trotzdem ist die vermummte Erdbeere ein Hingucker und auf den Punkt betextet."

Stefanie Tannrath, Managing Director Carat: "Thema schön und aufmerksamkeitsstark inszeniert."

Peter Petermann, Chief Strategy Officer bei Wavemaker: "Coole visuelle Idee."

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "Sehr gelungener Titel. Ich weiß sofort, worum es geht und bin trotzdem neugierig auf die weiteren Inhalte."

Gunhild Meyer, Director Communication Consulting bei MW Office: "Toll, wie plakativ das Thema Lebensmittel-Mafia aufgegriffen wird."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Freche Früchtchen kennen wir ja bereits zu genüge. Aber eine Terror-Frucht, war bislang nicht dabei. Ich hoffe allerdings inständig, dass man (terror)gefahrlos Erdbeeren konsumieren kann. Wenigstens ist die Erdbeerzeit hierzulande ohnehin vorbei."

Boris Pollig, Geschäftsführer Kreation bei bilekjaeger: "Erdbeere mit Strumpfmaske. Prägnanter Titel mit intelligentem Visual."

5. Platz: Der Spiegel 28/2019

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Das Gesicht einer starken, in ihren Werten sicheren, europäischen Zivilgesellschaft. Mutig, aufmerksam und souverän. Ein freundliches Porträtbild einer Kämpferin. Sehr einladend."

Katja Herin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Sensationelles Porträtfoto mit prägnanter Zeile. Spiegel at its best."

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Es geht doch nichts über den direkten Blick. Bei diesem tollen Porträt hat man den Eindruck, dass Carola Rakete uns direkt in die Augen schaut. Der klare, freundliche aber auch entschlossen Blick beinhaltet die "Heilige" ebenso wie die Kämpferin. Man möchte sofort mehr über ihre ganz persönliche Mission erfahren."

Patrick Ackmann, Geschäftsleitung Creation bei WEFRA Classic: "Fantastische Headline im Zeichen der Marvel-Helden. Heldenhafte Inszenierung trifft auf nahbare und allürelose Persönlichkeit."

Stefanie Tannrath, Managing Director Carat: "Vor allem die Cover-Headline ist sensationell auf den Punkt, toll!"

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "Ein Mensch – Ein Gesicht: Die Frau, die für ein so wichtiges Thema steht, das uns Menschen besonders angeht. Respektvoll inszeniert – in Wort und Bild, mit Raum zum Wirken."

Sina Brückmann, Creative Director bei ressourcenmangel: "Großes Porträt, große Heldin."

Franziska Mirwald, Senior Art Director bei Freunde des Hauses: "Das Handeln einer einzelnen Person kann eben doch enorme Auswirkungen haben. Ein bewegendes Thema, das unbedingt auf den Titel gehört."

Peter Petermann, Chief Strategy Officer bei Wavemaker: "Oh Captain, mein Captain! Das Gesicht einer Genration, furchtlos und doch verletzlich. Toll fotografiert."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Ehre, wem Ehre gebührt. Der Spiegel widmet der Jeanne D'Arc der Moderne ein Titelbild. Heroisch zentristisch, halb Seeräuberin, halb Heilige – aber dennoch nicht überkandidelt. Grafisch gesehen sicherlich nicht das Highlight, inhaltlich/politisch wohl schon."

6. Platz: Wirtschaftswoche 31/2019

Steff Neukam, Managing Director Bloom: "Gibt es eine Kehrseite? Weckt Begierde auf mehr Information der Story."

Martin Reinhardt, Geschäftsführender Gesellschafter bei Die Magaziniker: "Ikonografisches Dreieck aus zwei sehr starken und Symbolen und einem symbolstarken Wort als visuelle Spitzführung zum Thema."

Katja Herin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Ein komplexes Thema optisch sehr plakativ und intelligent umgesetzt. Man bleibt hängen und versteht nach einer Sekunde der Irritation die Stoßrichtung der Geschichte."

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Ruhig anklagend. Eine Starke Bild-Headline-Kombination."

Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Schlicht und prägnant. Man stutzt kurz und dann geht einem ein Licht auf. Tolle Illustration."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Fein, die Wirtschaftswoche. Gesellschaftliche Absolution und ein reines CO2 Gewissen ist im Tausch gegen eine Währung zu haben. So einfach ist das. Woher das Geld kommt? Na aus der Wand."

7. Platz: Adesso 9/2019

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Sehr leicht. Sehr süß. Sehr italienisch. Gefällt mir."

Katja Herin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Visuell sehr ansprechende Umsetzung eines leichten Themas. Toller Hingucker! Mit Humor und charmanter Auflösung, passend zu Magazin und Jahreszeit."

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Leicht, farbenfroh und mit Augenzwinkern – die richtige Mischung für die vermeintlich (un)wichtigen Dinge. Nimmt auch den verbreiteten Hang zur Statistik zu jedem Unfug nett auf die Schippe. Ein Schmankerl für die Fans von unnützem Wissen."

Martin Reinhardt, Geschäftsführender Gesellschafter bei Die Magaziniker: "Eigentlich etwas kompliziert für einen Titel. Aber Eis und Farbigkeit reißen es einfach raus."

Oliver Hempel, CMO Lagardère Travel Retail: "Es sind manchmal die einfachen Illustrationen und Ideen, die überzeugen."

Sina Brückmann, Creative Director bei ressourcenmangel: "Knallig Pink und irgendwas mit Eis. Passt zum Sommer."

Franziska Mirwald, Senior Art Director bei Freunde des Hauses: "Sommerliches Cover, das leicht daher kommt. Ich mag das Infografik-artige und die Kraft der Farbkombination."

8. Platz: The Table Vol. 5

Markus Haupt, Kreativdirektor bei C3: "So untypisch und anders: das ist mein Favorit. Schön, kunstvoll, clean, ungewöhnlich, mutig, monochrom und etwas arty."

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation bei Vasataschröder: "Das Magazin hab ich noch nie gesehen! Da musste ich erstmal googeln, um was es sich überhaupt handelt und ob man das überhaupt kaufen kann. Letzteres weiß ich zwar noch immer nicht, aber die ungewöhnliche Titelzeichung sticht einfach aus dem Einerlei heraus. Auch wenn sich The Table also vermutlich nicht wirklich im Markt behaupten muss, verdient es einen Platz unter den Top 5."

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Kein klassischer Titel, der sich sofort erklärt. Gerade das macht aber neugierig und tut gut. Zwischen vielen eher platten, bunten Motiven lädt die eher künstlerische schwarzweiße Umsetzung mit den vielen illustrierten Elementen auf Entdeckungsreise ein und macht gleich klar, dass es auch inhaltlich um etwas Besonderes geht. Der Titel vermittelt, dass hier eher neue Regeln gemacht, als gängige Muster befolgt werden."

Franziska Mirwald, Senior Art Director bei Freunde des Hauses: "Der reduzierte und gleichzeitig sehr detailreiche Titel macht neugierig, auch den Inhalt zu entdecken. Der handgemachte Stil ist schön ungewöhnlich und sticht aus der Masse hervor."

9. Platz: ramp 46

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "Einfach ein überzeugendes, klares, gutes Foto."

Martin Reinhardt, Geschäftsführender Gesellschafter bei Die Magaziniker: "Sehr starkes Bild. Ein Trailer fürs Kopfkino, der ins Heft saugt."

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Startklar und nostalgisch einladend. Sehr gelungen."

Katja Herin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Obwohl ich mich null für Autos interessiere, hat mich das Cover wegen des starken Fotos angezogen. Weckt Emotionen wie Fernweh, Abenteuerlust, Sehnsucht."

Carsten Lukas, Executive Creative Director bei Bartenbach: "Einfach schön."

Peter Petermann, Chief Strategy Officer bei Wavemaker: "ramp schafft es immer wieder mich mit großartiger Fotografie zu begeistern."

10. Platz: Spektrum Psychologie 19005

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation bei Vasataschröder: "Es gibt immer noch Zeitschriften, die mich schon durch ihre pure Existenz überraschen. Diese hier hat zusätzlich einen sehr guten Titel geschaffen. Die Text/Bild-Idee geht einem irgendwie nah, man fühlt sich ertappt und schon überlege ich zuzugreifen. Gefällt mir!"

Steff Neukam, Managing Director Bloom: "Statt Selbstoptimierung auf allen Kanälen ist das Cover ein angenehmer Aufruf zur Selbständigkeit."

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "Intensive Farben und ein scheinbar simples Motiv bringen ein wichtiges Thema auf den Punkt. Mit Selbstvertrauen.

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Seriös und schön: wie man mit einem simplen Stockfoto einen Gedankengang anregt."

Daniela Jessen, Direktorin Business Development bei Initiative: "Charmant gewähltes Titelbild, das simple und trotzdem klar alles aussagt."

Gunhild Meyer, Director Communication Consulting bei MW Office: "Tolles Foto des nahen Mikrophons. Das Lampenfieber steigt gleich bei diesem Anblick."

Sonstige Bemerkungen

Bodo Schiefer, Geschäftsführer der Kunst und Kollegen Kommunikationsagentur: "Zur Abwechslung mal ein ganz starker Monat!"

Markus Haupt, Kreativdirektor bei C3: "Das war ein sehr schwieriger Monat! Viele echt langweilige Kandidaten dabei, aber auch ungeeignete und schwer verständliche Visualisierungen. Und einiges an Typo-Folter... Hilfe!"

 

Weitere Kommentare zu eingereichten Titeln, die es nicht unter die Top 10 geschafft haben:

Der Spiegel 31/2019

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Typografie, Motive und Look signalisieren schnell und unmissverständlich, worum es geht. So soll es sein."

Patrick Ackmann, Geschäftsleitung Creation bei WEFRA Classic: "Very smart, very hard"

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Als Markenmacher beschäftigen wir uns sehr intensiv mit Verpackungs-Design, mit Farben, Typo, Motiven und Psychologie. All das mixt Der Spiegel für seinen Woodstock-Titel und lässt den Sommer 69 zum Jubiläum wieder aufleben. Einfach stark verpackt."

Gunhild Meyer, Director Communication Consulting bei MW Office: "Herrliche Collage der Woodstock-Generation."

Harvard Business Manager 8/2019

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "Hier steht das Thema im Vordergrund."

Bodo Schiefer, Geschäftsführer der Kunst und Kollegen Kommunikationsagentur: "Es ist kein War of Talents. Es ist ein Fischen nach den richtigen Talenten. Mit Ausdauer, Geduld und an der richtigen Stelle."

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Schlicht, stylisch, mit einem Blinker als zentralem Motiv. 'Das neue Recruiting' lautet die Titelzeile des HBM und verspricht eine erfolgreiche Personalsuche jenseits von Algorithmen. Ein wichtiges Thema in einer Zeit des 'War of Talents', plakativ inszeniert. Gefällt."

 

Wirtschaftswoche 30/2019

Steff Neukam, Managing Director Bloom: "Politik und Wirtschaft sind sich derart uneins, was der Arbeitsmarkt denn nun braucht – mehr Schutz oder mehr Flexibilisierung. DAS Thema geht alle an."

Zeit Geschichte 4/2019

Martin Reinhardt, Geschäftsführender Gesellschafter bei Die Magaziniker: "Die Redaktion hat tatsächlich nicht nur das symbolisch perfekte Bild zum Thema gefunden. In seiner Absurdität dürfte es außerdem weit über die enge Zielgruppe hinaus als Blickfang wirken."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Ich mag die Ironie, dass der mit der weißen Weste am meisten Dreck am Stecken hat."

Oliver Hempel, CMO Lagardère Travel Retail: "Ein Cover, das die damals noch vorherrschende Meinung, dass die Kolonialisten über den Einwohnern der Länder stehen, gut zeigt. Gerade in einer Zeit, in der wieder viele ähnliches Gedankengut verbreiten, ist es Aufgabe der freien Presse hier klar Stellung zu beziehen."

Stefanie Tannrath, Managing Director Carat: "Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte..."

Boris Pollig, Geschäftsführer Kreation bei bilekjaeger: "Starker Titel. Die gesamte Problematik des kolonialen Herrenmenschentums in einem Bild."

 

Knicker 2019/04

Carsten Lukas, Executive Creative Director bei Bartenbach: "Sehr passende und gute Illustration."

Ecos 9/2019

Bodo Schiefer, Geschäftsführer der Kunst und Kollegen Kommunikationsagentur: "Viva Madrid. Endlich mal ein Titel, der meine Lieblingsstadt feiert."

Wirtschaftswoche 32/2019

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "Angriffslustig und provokant… Ein reduziertes Bild reicht, um sich die Aufmerksamkeit zu sichern."

 

Stern 29/2019

Jürgen Siebert, Director Marketing bei Monotype: "Wie weckt man das Interesse von Autofahrern an einer Titelgeschichte, typografisch gesehen? Indem man die Schlagzeile als Autobahn-Hinweisschild gestaltet. In 500 m kommt eine Raststätte… Das verraten zumindest die 3 Piktogramme für Tanken, Essen und WC. Nur heißt die nicht "Raststätte", sondern "Abzocke". Genau auf den Punkt. Genau der Gedanke, den man als Autofahrer auch schon mal hatte. Sofort abfahren, den Stern kaufen, Pause machen und lesen."

Bodo Schiefer, Geschäftsführer der Kunst und Kollegen Kommunikationsagentur: "Nächste Ausfahrt Abzocke. Warum das so ist, erfahre ich im Stern."

Gunhild Meyer, Director Communication Consulting bei MW Office: "Endlich ein Thema zur Reisezeit, das alle betrifft und worüber man sich schon sehr oft geärgert hat: Hohe Preise an den Raststätten. Sehr plakativer Titel – leicht verständlich."

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Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Cover so lala — aber das Foto ist einfach super cool!"

Boris Pollig, Geschäftsführer Kreation bei bilekjaeger: "Was für ein Bild! Durch ultimative Reduktion entsteht optimale Wirkung."

Heiko Schmidt, Geschäftsführer Kreation bei Vasataschröder: "ramp Titel sind eigentlich immer gut. Sie leben von der geringen Textmenge und den großartigen Bildern. So wie dieses hier mit dem Typen mit der mega-stylischen Rennbrille. Sehr schöner Titel fürs Stammpublikum."

Spotlight 9/2019

Markus Haupt, Kreativdirektor bei C3: "Man bleibt irgendwie doch an diesem Titel hängen – obwohl er zunächst so voll und unruhig wirkt: aber die präzise und saubere Akzentuierung mit Typo und Farbe ergibt ein perfektes Zusammenspiel mit dem Foto und gewährleistet eine sichere Führung des Auges. Nettes Detail: Störer mit Krone der Freiheitsstatue. Toll. Nur der breite weiße Rand links außen stört zu sehr."

Katapult Magazin 2019/14

Sina Brückmann, Creative Director bei ressourcenmangel: "Knallig Grün und nix mit Eis. Fällt auf am Zeitschriftenstand."

Jürgen Siebert, Director Marketing bei Monotype: "Vor vier Jahren startete eine Gruppe Sozialwissenschaftler in Greifswald das Wissenschaftsmagazin Katapult. Der Clou: Es besteht überwiegend aus Infografiken, und deshalb lautete der Untertitel "Magazin für Kartografie und Sozialwissenschaft", den Übermedien mal als "schlechteste Zeitschriftentitelzeile" aller Zeiten prämierte. Seitdem ziert ein Eistüten-Logo das Heft und das Motto lautet "Magazin für Eis, Kartografie und Sozialwissenschaft", was genau die Selbstironie widerspiegelt, mit der die Redaktion ihr Projekt zum Erfolg führt. In Zahlen: 4.000 Abonnenten wurden angepeilt, heute liegt die Druckauflage des vierteljährlichen Magazins bei 50.000.

Die Titelgeschichte von Heft 14 beleuchtet, wie europäische Metropolen dem Ziel einer autofreien Innenstadt näher kommen. Dass die Holländer weit vorne liegen, vermittelt anschaulich die Heatmap auf dem Cover: 2 bis 5 Euro geben deutsche Großstädte pro Kopf und Jahr für den Radverkehr aus, Utrecht dagegen 132 Euro.

Und was hat Katapult jetzt mit Eis am Hut? Die Redaktion: "Ein Logo muss beliebt sein. Eis ist beliebt."

Weltkunst 160/2019

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Es geht doch nichts über "echte Kunst". Die Gestaltung des Covers schafft es wunderbar, den hohen Anspruch des Magazins zu transportieren und mit einer Prise Leichtigkeit und Lebensfreude zu kombinieren. Macht Lust auf mehr."

 

Margit Mair - 14.08.2019
Margit Mair - 14.08.2019