Cover des Monats Januar 2020: Fakt oder Fake?

Der Stern prangert die vier großen US-Internetkonzerne an und wirft ihnen vor, Lügen zu verbreiten. Visualisiert wird die Manipulationsmechanik mit einer Art Scrabble-Würfel, die Fake schnell in Fakt verwandeln können. Mit dieser cleveren Gestaltungsidee überzeugt der Titel unsere Jury und wird zum Cover des Monats Januar 2020 gekürt.

Das sagt die Jury zu den Top 10-Cover im Januar:

1. Platz: Stern 5/2020

Maud Radtke, Senior Art Director bei ressourcenmangel: "Schön simpel."

Marcus Kraus, Head of Office der Hamburger Dependance von Nordisk Büro: "Cooler Turn."

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Ein einziger Buchstabe – und Wahrheit mutiert zum Gegenteil. Genial, wie der Stern die für viele nur noch schwer erkennbare Trennlinie zwischen Fakt und Fake auf den Punkt bringt. Und die Big Four des Internetzeitalters auf die Anklagebank setzt."

Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Stern: Fake oder Fakt?! — Wie die Medienlandschaft unser Leben manipuliert."

Daniela Jessen, Managing Partner Client Advice Management bei Initiative: "Sehr spannendes und wichtiges Thema."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Knalliges Gelb leuchtet, der Titel zweifelt an. Soweit passt das. Glücksspiel, Zufall, Manipulation, ein schmaler Grat. Allerdings weiß das der Stern schon wesentlich länger als es die genannte Online-Konkurrenz gibt (hat hier jemand Hitler-Tagebücher gesagt …?). Insofern ein gewagtes Cover für so absolute Behauptungen wie in den letzten beiden Zeilen."

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Im eher schwachen Konkurrenzumfeld der Januar-Cover entscheide ich mich für die Scrabble-Variante beim Stern. Optisch ist das ein Klassiker, aber inhaltlich finde ich das Wortspiel, das ausdrückt, dass der Weg von Fakt zu Fake zum Teil sehr kurz ist, plakativ und gelungen."

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "Ein winziges Detail, ein einziger Buschstabe kann die Wahrheit verfälschen. Toll."

Timm Weber, Chief Creative Officer bei Digitas Pixelpark: "Ein Buchstabe macht den großen Unterschied zwischen Fakt und Fake. Das ist so plakativ, da bleibt man hängen."

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Eine wichtige Debatte visuell auf den Punkt gebracht: wollen wir auf Basis von Fakten entschieden, oder lassen wir uns von Fake News zunehmend einlullen: einfacher und plakativer geht's nicht. Auch die für den Einzelnen besonders schwer zu enttarnende Mischung von Wahrheit mit Halbwahrheit oder Falschnachricht kommt hier raffiniert zum Ausdruck."

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Der Unterschied zwischen Fakten und Erfundenem wird immer kleiner und ist immer schwieriger zu erkennen. Der Stern-Titel bringt es mit vier Buchstabenwürfeln auf den Punkt, die entweder das Wort FAKT oder FAKE ergeben… Entscheidend ist also der letzte Buchstabe, der das Zünglein an der Waage spielt. Besser kann man den Kampf zwischen Präzision und Beliebigkeit der Nachrichten im Netz nicht auf den Punkt bringen."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Was man noch glauben kann, steht zwar nicht zwingend im Stern – aber der Titel ist trotzdem gut."

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "Smartes Visual, macht neugierig..."

Christian Kohlhund, Managing Director von Wavemaker: "Eine der entscheidenden Fragen unserer Zeit. Plakativ und auf den Punkt. Die Headline hätte man noch weiter reduzieren können."

Patrick Ackmann, Geschäftsleitung Creation bei WEFRA Classic: "So simpel und klar: Wie nah Wahrheit und Erfindung voneinander entfernt sind wird hier plaktiv demonstriert. Schöner Bruch des digitalen Themas durch die herrlich analoge Darstellung."

Francisca Maass, Chief Creative Officer bei Grey: "Nicht ganz neue Optik, aber schön gelöst."

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "Clevere Idee, die aufzeigt, dass die Unterscheidung zwischen Fake und Fakt leider zur Ansichtssache verkommen ist. Gefährliche Entwicklung."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Einfach, klar, herausragend."

Nina Preuss, Geschäftsführerin der Agentur Preuss und Preuss: "Einfach und wirkungsvoll."

2. Platz: brand eins 1/2020

Francisca Maass, Chief Creative Officer bei Grey: "Thema 1:1 perfekt auf den Punkt inszeniert."

Marcus Kraus, Head of Office der Hamburger Dependance von Nordisk Büro: "Ja…, doch."

Timm Weber, Chief Creative Officer bei Digitas Pixelpark: "Doch! Das Wort muss quer, riesig groß und durch den Titelschriftzug laufen. Zum Thema Eigensinn mit einem Wort alles gesagt."

Maud Radtke, Senior Art Director bei ressourcenmangel: "Einfach nur ein einziges Wort auf den Titel zu schreiben, macht noch lange kein gutes Cover. – Doch."

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "Minimalistisch und radikal. Und sowas von eigensinnig: nicht einmal das brand-eins-Logo bleibt hier verschont."

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Gab es schon schlechte brand-eins-Titel? Nee, oder ...?"

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Geht es noch minimalistischer? Man hat den Eindruck, als wolle brand eins sich selbst unterbieten bei der Reduktion des Titels auf das Wesentliche. Und doch gelingen so immer wieder ausdrucksstarke Cover. Wie auch dieses. Wir sind gespannt, wann nur noch Titel-Logo, Barcode, Preis, Jahrgang und Heftfolge die erste Seite von brand eins zieren. Na los, traut Euch!"

Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Vielleicht nicht schon wieder brand eins auf den ersten Platz voten? Doch! — Punktlandung!"

Daniela Jessen, Managing Partner Client Advice Management bei Initiative: "Ein sehr kluges Cover!"

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Das Cover ist toll! Nein, ist es nicht. Doch! Nein! Doch, ist es!" brand eins setzt gern auf Typo und Reduktion mit einem Schuss kognitive Dissonanz. Doch, doch, diese Ausgabe ist am Kiosk ein Hingucker."

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Mal kein ästhetisch aufpoliertes brand-eins-Cover, sondern nur Typo draufgeknallt und zwar so, dass sie auch noch das Branding halb überdeckt. Genial einfache visuelle Umsetzung des Heftthemas!"

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "Ein sehr eigensinniges Cover. Reicht niemals für eine Topplatzierung? Die Antwort steht auf dem Cover."

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Doch! Geht doch. Ein ebenso simples wie mutiges Cover. Das muss man erst mal machen: die eigene Brand zu überdrucken, sehr selbstbewusst und wunderbar dem Themenschwerpunkt 'Eigensinn' des Heftes entsprechend."

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "Gute, einfache, konsequente Typo-Gestaltung."

Christian Kohlhund, Managing Director von Wavemaker: "Immer wieder brand eins: Maximal reduzierte typographische Umsetzung. Und dabei maximal treffsicher. Will ich lesen."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Visuell disruptiv und das Thema dadurch passend illustriert. Funktioniert!"

3. Platz: 11Freunde #219

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "Starker Jahresstart! Trotz Bling-Bling und Großinvestor: Geld allein schießt eben keine Tore. Spricht Traditionsfans aus dem Herzen."

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Watt denn – Watt denn? Steilvorlage – genommen..."

Maud Radtke, Senior Art Director bei ressourcenmangel: "Im Pelz der alten Dame, behangen mit Klimbim und oben drauf noch etwas blau-weiß. Treffer."

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Ach 11Freunde, Ihr lauft einfach zur Höchstform auf. Da wird die gute alte Hertha kurzerhand mit viel Gold und noch mehr Glitzer Teil eines Wirtschaftsimperiums. Eigentlich genau das, was Fans nicht wollen. Aber so ist das halt, wenn ein ehemaliges Wirtschaftswunderkind und ein Ex-Messias zusammen Bundesliga spielen. Volltreffer."

Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Für 11 mal mehr Bling Bling am Kiosk."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Witzige Idee, sehr weit um die Ecke gedacht. 11Freunde darf das."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Freunde, wo ist der Ball? Zunächst mal mutig, ein relativ sachliches Special-Interest-Thema aufs Titelblatt zu hieven: Hertha, Klinsi, Windhorst-Kapital, Balin – das ist nicht der Stoff für die ganz großen Fußball-Emotionen. Per Goldkette holen sich die 11Freunde die Street Credibility visuell zurück und deuten schon mal dezent an, dass da zusammenwächst, was vielleicht doch nicht soo gut zusammenpasst."

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Das Foto erzählt eine spannende Geschichte. Die Line dazu hat eher die gegenteilige Wirkung auf mich. Klinsi will machen. Soll er mal."

Marcus Kraus, Head of Office der Hamburger Dependance von Nordisk Büro: "#219 auch 'ne große Nummer."

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "OK, aber lange nicht so gut wie in 2019."

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Noch ist offen, ob der Bling-Bling-Kurs des Hauptstadt-Clubs Hertha BSC aufgehen wird. Mit dem Investor Lars Windhorst im Hintergrund haben Hertha-Manager Michael Preetz und Trainer Jürgen Klinsmann in der Winterpause mal eben 100 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben. Sportlich hat sich die Verstärkung noch nicht niedergeschlagen, aber sie regt zumindest die Fantasie an. Auch bei der 11Freunde-Redaktion, die Hertha auf einem bierdeckelgroßen Goldanhänger als 'Ein Unternehmen der Windhorst Gruppe' tituliert."

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "Guter Humor. Mag ich."

Patrick Ackmann, Geschäftsleitung Creation bei WEFRA Classic: "Moderner Bling, der zum aktuellen Fußballrummel passt: Ein spannendes, polarisierendes Thema. Hochwertig und stringent ist dann die Botschaft auch in Gold gestanzt."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Plakativ, emotional, originell. Will man reinblättern."

Timm Weber, Chief Creative Officer bei Digitas Pixelpark: "Bling Bling Berlin. Bin selbst kein Fußballfan, aber das Cover macht mich neugierig. Das würde ich sofort lesen. Allein um mit hoffentlich dort zu findendem B-Wissen mein fehlendes A-Wissen zu vertuschen."

4. Platz: Cicero Januar 2020

Francisca Maass, Chief Creative Officer bei Grey: "Ein bisschen zu verspielt. Erst auf den zweiten Blick eindeutig. Dann aber stark."

Timm Weber, Chief Creative Officer bei Digitas Pixelpark: "Der Weihnachtsmann lässt Kurierfahrer für sich laufen. Diese auf den ersten Blick fast liebliche Weihnachts-Illustration entfaltet erst beim genaueren Hinschauen ihre ganze Bosheit."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Toller Retrostil, gutes Layout, klare Botschaft. Cicero macht Titel-Illustrationen, die man sich gerne ansieht."

Daniela Jessen, Managing Partner Client Advice Management bei Initiative: "Eine Illustration, die sofort meine Aufmerksamkeit gewonnen hat."

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "Dieses Cover ist die ehrlichste Antwort auf die Frage, ob es den Weihnachtsmann wirklich gibt."

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Wir sehen das Januar-Heft von Cicero, das traditionell im Dezember erscheint, also zur Vorweihnachtszeit… Wenn Amazon die höchsten Umsätze des Jahres einfährt. Da liegt es nahe, den Gründer Jeff Bezos als erbarmungslosen Weihnachtsmann darzustellen, der die Welt erobert. Im hinteren Teil der Kutsche lagern die Geschenke fürs Fest, vorne werden die Mitarbeiter von ihrem Herrn versklavt. Ein hartes Bild, das zum Nachdenken anregt."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Prime oder nicht Prime – das ist hier die Frage."

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "Gutes Sinnbild. Und spannendes Thema."

Christian Kohlhund, Managing Director von Wavemaker: "Böse und gut. Meine Nummer 1."

Nina Preuss, Geschäftsführerin der Agentur Preuss und Preuss: "So wurde Jeff Bezoz wohl noch nie interpretiert."

5. Platz: Der Spiegel 4/2020

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "Was für eine schöne passende Headline. Endlich lacht mal jemand darüber."

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Besser als jedes Serie: das echte Leben, in diesem Fall die Windsor-Story. Schön, wie der Titel die Ästhetik einer Serien-Ankündigung aufnimmt. Das spricht unser aller heimliches Sensationsbedürfnis an, ohne es zu übertreiben und geschmacklos zu werden. Man möchte gerne die nächste 'Folge' lesen."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Ein Wort, das alles sagt. Und das ganz ohne Artikel."

Christian Kohlhund, Managing Director von Wavemaker: "Starkes Bild in Kombination mit klugem Wortspiel. Gelungener Spiegel-Titel."

Patrick Ackmann, Geschäftsleitung Creation bei WEFRA Classic: "Die Headline hat's für mich gerockt: So passend und leider wahr. Die Royals wackeln sich durch die transparente, neue Wert-Welt."

Francisca Maass, Chief Creative Officer bei Grey: "Super plakativ. Tolle Headline. Sofort gekauft. Danke für kein Megxit Wortspiel."

Marcus Kraus, Head of Office der Hamburger Dependance von Nordisk Büro: "The next season. Demnächst auf Netflix."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Yellow Press mit Anspruch. Irgendwie charmant."

 

6. Platz: Der Spiegel 6/2020

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "'Made in China' prangt es in gelben Lettern vom Titel. Und meint damit nicht die abermillionen Produkte und Teile, die aus dem Reich der Mitte zu uns kommen. Es geht um ein exportiertes Virus namens Corona, das die ganze Welt bedroht. Passend und ebenso bedrohlich auch die gewählte Optik. Globalisierung der anderen Art. Ausdrucksstark in Szene gesetzt."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Vor Erscheinen dieser Ausgabe befand ein taz-Artikel, dass die Corona-Panik rassistisch sei. Vielleicht war das ja die Inspiration für dieses Cover. Man möchte fast aufatmen, dass das ehemalige Nachrichtenmagazin statt 'Die gelbe Gefahr' doch nur 'Made in China' titelte. Der Aspekt, dass unser globalisierter Lebensstil automatisch auch für Viren gilt, hätte eine weniger reißerische Aufmachung verdient gehabt."

Christian Kohlhund, Managing Director von Wavemaker: "Die Kombination aus Foto, Headline und Farbgebung macht's. Eindrucksvolle Visualisierung."

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Die Zeile 'Made in China' bringt Virus, Globalisierung und Wirtschaft kurz und knapp zusammen. Aufmerksamkeitsstarke Optik ganz in Rot – ziemlich alarmistisch, aber das ist bei dem Thema ja auch angemessen."

Patrick Ackmann, Geschäftsleitung Creation bei WEFRA Classic: "Brutal hart und auf den Punkt. Ein Cover mit Poster-Ästhetik."

Francisca Maass, Chief Creative Officer bei Grey: "Headline und Bild spielen hier perfekt zusammen."

7. Platz: Wirtschaftswoche 6/2020

Maud Radtke, Senior Art Director bei ressourcenmangel: "Der Tesla-Krieger. Wer hypnotisiert hier wen?"

Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Dieser Blick lässt das Blut in den Adern gefrieren."

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Das trifft die aktuelle Befindlichkeit der deutschen Autoindustrie sicher sehr gut: Tesla und sein umtriebiger Chef: Erst belächelt, dann beobachtet, jetzt gefürchtet. Toller Titel!"

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Ausgabe 6 der Wirtschaftswoche widmet sich dem Tesla-Chef Elon Musk, der die deutsche Automobilindustrie auf deren eigenem Terrain attackiert, mit einer neuen Fabrik in Brandenburg. Die schwarz-rot-goldene Kriegsbemalung signalisiert: Daimler, BMW und Volkswagen müssen sich warm anziehen. In seinen Augen leuchten keine Dollarzeichen, sondern das eigene Markenzeichen, das Tesla-T, das einem christlichen Symbol nicht unähnlich ist."

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "Man fühlt sich angegriffen. Als Wirtschaftsmacht. Und man will wissen, warum..."

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "Elon Musk auf der Fanmeile? Aber warum so ernst? Oder ist das eher eine Kriegsbemalung? Auf jeden Fall: Tesla im Auge. Sehr interessant!"

8. Platz: Stern 6/2020

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Fast schon ein Titanic-Cover... wenn's nicht so traurig wäre."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Ganz toller Retrostil, das sollte der Stern öfter probieren!"

9. Platz: Stern 3/2020

Daniela Jessen, Managing Partner Client Advice Management bei Initiative: "Cooler Shot! Würde ich mir genau so auch in Großformat in meine Wohnung hängen."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Originelle Visualisierung – wohltuend harmlos. "

Nina Preuss, Geschäftsführerin der Agentur Preuss und Preuss: "Ansprechend und verlockend."

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "Endlich mal wieder ein tolles Ernährungscover! Zum Abnehmen? Zum Abheben!"

10. Platz: Spotlight 2/2020

Marcel Häusler, Design Director bei Karlanders: "Die hohe Kunst das perfekte Foto für die Briten kurz nach dem Brexit zu finden. Hier ist es. Ich ziehe meinen Hut."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Schön auch, dass der Titel die Frage aufwirft, wer da inhaltlich mehr zu sagen hat."

Marcus Kraus, Head of Office der Hamburger Dependance von Nordisk Büro: "...weil das Foto so absurd ist."

Nina Preuss, Geschäftsführerin der Agentur Preuss und Preuss: "Tolles Foto."

Weitere Jury-Bewertungen eingereichter Titeln, die es nicht unter die Top 10 geschafft haben:

Harvard Business Manager 2/2020

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Schicker Titel, Illu sei Dank ..."

Nina Preuss, Geschäftsführerin der Agentur Preuss und Preuss: "Gute Illu."

 

Wirtschaftswoche 3/2020

Maud Radtke, Senior Art Director bei ressourcenmangel: "eiRobot. Charmante Idee."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Eine IT-Geschichte ohne Kabel und Serverracks. Ikonisch, überraschend und originell. Nice!"

Wirtschaftswoche 4/2020

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Wofür stehen Schlagring und Smartphone in der durchleuchteten Tasche? Na klar, für agiles Arbeiten! Denn die Wirtschaftswoche nähert sich dem wichtigen Thema mal aus anderer Perspektive. Es geht um Macht, Hierarchien, Karriere in einer sich verändernden Arbeitswelt. Gute Idee, sehr gute Umsetzung."

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Die schöne neue Bürowelt soll ohne Hierarchien funktionieren, und damit schlanker und agiler werden. Plötzlich gelten die alten Gesetze der Macht nicht mehr. Die Wirtschaftswoche verrät in dieser Ausgabe, wie man sie für die eigene Karriere nutzen kann. Das Titelbild deutet an, dass die alten Werkzeuge – möglicherweise versteckt – immer noch am Mann/an der Frau getragen werden."

Patrick Ackmann, Geschäftsleitung Creation bei WEFRA Classic: "Kopfkino pur: Ein Satz, eine überraschende Symbolik im Versteckten. So geht gutes Storytelling."

 

Der Spiegel 5/2020

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Gzuz, Alter! Geld gut investiert – Spiegel-Cover wird gleich mit rasiert!!! Das wird ihn freuen. Über den Artikel braucht man hier nicht reden, der kommt 2 1/2 Jahre zu spät..."

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Als Mutter von Teenies finde ich das Thema spannend – und die visuelle Umsetzung so cool, dass auch meine Kids neugierig wurden."

Timm Weber, Chief Creative Officer bei Digitas Pixelpark: "Stinkefinger auf dem Spiegeltitel. Ist das alberne Provokation? Genauso wie das ganze Deutsch-Rap Thema alberne Provokation ist oder halt auch nicht. Deswegen passt die Geste perfekt zum Thema."

Melodie & Rhythmus 2020-1

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Stilistisch sehr stimmig und perfekt in Szene gesetzt."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Klimawandel und Umweltschutz sind die aktuell bestimmenden Themen. Für Melodie & Rhythmus existiert die Klassenfrage daneben selbstverständlich weiter und ist eng damit verwoben. Der Verdacht, dass sie damit gar nicht so Unrecht haben, liegt nahe. Der qualmende Kanonen-Schornstein, Anzugträger mit Peitsche vs. mühselig Beladene – ob die beiden Flugzeuge darüber Militär, Business-Menschen oder Touristen an Bord haben, kann sich in dem Kontext jeder selbst aussuchen. Das alles ist wenig subtil, aber dem Thema umso angemessener."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Schlimm. Aber schön."

 

Spiegel Coaching 2020

Daniela Jessen, Managing Partner Client Advice Management bei Initiative: "Das sind wertvolle Tipps für jeden heutzutage.

Der Aktionär 5/2020

Irmgard Hesse, Gründerin & Geschäftsführerin Zeichen & Wunder: "Vielleicht nicht so dramatisch wie manch anderer Titel, aber durch die schöne Bergillustration wohltuend sympathisch. Das Auge möchte sich auch mal ästhetisch entspannen und nicht nur provoziert werden. Mag ich."

Margit Mair - 12.02.2020