Cover des Monats Dezember 2019: Weniger reden, mehr machen!

Aufmerksamkeitsstark fordert das Greenpeace Magazin zum Handeln für den Klimaschutz auf und wird mit einem einfachen, aber wirkungsvollen Titel zum Cover des Monats Dezember 2019 gekürt. Chefredakteur Michael Pauli glaubt gar, dass die Feuer in Australien zumindest in den Industrieländern schnell eine entscheidende Veränderung der Haltung von Politik, Industrie und Gesellschaft herbeiführen werden.

Das sagt die Cover-des-Monats-Jury zum Gewinner-Cover Greenpeace Magazin 1/2020:

1. Platz: Greenpeace Magazin 1/2020

Franziska Mirwald, Senior Art Director bei Freunde des Hauses: "Das Thema der Zeit auf den Punkt gebracht. Die 2030 zwischen all den 20er Covern zu platzieren – schöne Idee."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Wenn doch die Weltrettung so einfach wäre, wie dieses einfach gute Cover."

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "Man denkt sofort über sein eigenes Handeln nach. Und möchte direkt reinblättern, um zu wissen, wo gehandelt werden muss. Einfach, nicht ganz neu, trotzdem gut!"

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "Auch wenn wir wissen, dass es selten nur darum geht, den Schalter umzulegen, ist das Schaltersymbol richtig gewählt, um deutlich zu machen, dass im nächsten Jahrzehnt Taten statt nur Worte gefragt sind. Die Farbgebung verstärkt diese Botschaft."

Daniela Jessen, Managing Partner Client Advice Management: "Ein guter Vorsatz fürs neue Jahr."

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Null und eins, an und aus – darauf basiert die gesamte digitale Welt. Doch Greenpeace verknüpft die beiden Zustände mit zwei Aktivitäten und fordert, den Schalter von 'Reden' auf 'Machen' umzulegen: Die Strategie für eine bessere Welt in 10 Jahren."

Cornelia Heisig, Account Manager bei Gyro Munich: "Schlichtes Cover mit großer Wirkung, die unsere aktuelle Situation auf den Punkt bringt."

Alexandra Trudnowski, Geschäftsführerin bei MW Office: "So einfach wär´s. Einschalten und machen. Auf dem Punkt."

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "Gut zu wissen, dass es doch nicht fünf vor 12 ist. Es ist 10 vor."

Nina Preuss, Geschäftsführerin Preuss und Preuss: "Auf den Punkt, lädt direkt zum Lesen und Machen ein."

Oliver Klempel, Geschäftsführer Kreation bei B+D Communications: "Die dramatische Kluft zwischen Reden und Machen ist hier visuell gut verdichtet. Denn dass die Zeit drängt, bezweifelt inzwischen niemand mehr, der noch über einen Rest von Verstand verfügt. Hingesehen und gleich verstanden."

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Der logische (und pünktliche) nächste Schritt, nachdem das Europäische Parlament den Klimanotstand deklariert hat: Machen. Ein gutes Cover in Alarmrot."

Oliver Hempel, CMO Lagardère Travel Retail: "Weniger reden, mehr machen. Das wünschen wir uns sicherlich von der Politik in vielen Bereichen, aber insbesondere auch beim Klima."

 

2. Platz: Der Spiegel 51/2019

Tomma Fehrs, Senior Art Direktorin bei Vasataschröder: "Bringt die Titelgeschichte durch die Illustration sehr gut auf den Punkt."

Marcus Kraus, Head of Office der Hamburger Dependance von Nordisk Büro: "Edel Rodriguez vs. Trump, da kann eigentlich nichts schief gehen."

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "Es gibt kaum ein Trump-Cover, das es noch nicht gab. Dennoch setzt der Spiegel noch einen drauf und gewinnt. Denn das Cover aus Hamburg ist aufmerksamkeitsstark und unmissverständlich."

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Dankbarer Typ für ein gängiges Cover."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Die gekonnten Illustrationen von Edel Rodriguez machen aus jedem Trump-Titel beim Spiegel involvierende Cover. Auch dieses Mal. Yes, he can."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Jede Woche fragt ein anderes News-Outlet mit schlecht gespielter Brüskierung: Kann dieser orangene Mann sich eigentlich alles erlauben?! Umso angenehmer, mal das offensichtliche „Ja, er kann“ auf den Tisch zu bekommen. Trump als King Kong, der am Washington Monument hängt und Terror verbreitet, ist ein schönes Visual – nur, dass in seiner Hand keine Ann Darrow oder irgendwas außer ihm selbst Schutz findet.

Oliver Voss, Geschäftsführer Oliver Voss GmbH: "Geile Illustration."

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "Spiegel-Cover in gewohnter Manier."

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Immer wieder Trump. Diesmal präsentiert ihn Der Spiegel als gesichtslosen King-Kong-Verschnitt, der macht, was er will. Sogar Obamas genialer Wahlslogan muss für diesen Titel dran glauben. Stark."

Lars Joachim Rose, Verleger der Mediengruppe Klambt: "Eine im Grunde simple Figur bringt das Thema auf den Punkt: Person sofort erkannt, Thema sofort verstanden."

Timm Weber, Chief Creative Officer bei Publicis Pixelpark: "Trump und dieser typische Spiegel-Illu-Stil, das geht immer. Diesmal aber mal wieder besonders laut und plakativ. Und lustig."

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "Noch ein Trump-Cover? Doch! Diesmal stimmt wirklich alles."

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Die ungezähmte Bestie in Washington. Wild, grob, brüllend. Kaum einzufangen. Archetypisch und stark inszeniert. Mein Monatsfavorit."

3. Platz: Craftrad Nr. 18

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "Was für ein grandioser Abschied eines Liebhabermagazins mit einer letzten Handlungsanweisung für Leserinnen und Leser zum Schluss: burn after reading."

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Welch' kraftvolles Ende für die letzte Ausgabe! Das Ende einer Motorradkultur-Liebe in der schlichten Monochromie eines abgebrannten Gerippes. Ein starker, würdevoller Abschied."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Der Titel ist Programm. Warum komplizierter machen?!"

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Gutes Cover für eine letzte Ausgabe."

Tomma Fehrs, Senior Art Direktorin bei Vasataschröder: "Schlichtes, aber dennoch sehr auffälliges Design. Ich mag, wie der Kinotitel 'Burn after reading' aufgegriffen wurde."

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "'Burn after Reading': Dadurch, dass es sich um die letzte Ausgabe des Magazins handelt, bekommen Bild und Headline eine vollkommen neue Bedeutung."

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "So wie die custom made Bikes sieht auch der Titel aus: Stripped down to the Max!"

Marcus Kraus, Head of Office der Hamburger Dependance von Nordisk Büro: "...nicht nur aus Sentimentalität. Weißraum wirkt."

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Motorradland ist abgebrannt. Optisch entsprechend präsentiert sich die finale Ausgabe des kultigen Magazins. Und haut noch einen Spruch raus: 'Burn After Reading'. Ultimativer gehts nicht mehr."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Machste was her. Schauste hin. Kaputtmachen ist immer eine (Cover-)Option."

Cornelia Heisig, Account Manager bei Gyro Munich: "Stillvolles Bild, das zum Magazin passt."

Timm Weber, Chief Creative Officer bei Publicis Pixelpark: "Abschieds-Ausgaben sind eine Herausforderung für sich. Die wurde hier sehr humorig und aufmerksamkeitsstark umgesetzt. Schade, dass dies das letzte Cover dieses Magazins war."

Oliver Voss, Geschäftsführer Oliver Voss GmbH: "Selbstironisch! Toll."

Nina Preuss, Geschäftsführerin Preuss und Preuss: "Sehr gut."

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "Niemand sollte ein Magazin mit so einem starken und einfachen Cover nach dem Lesen 'verbrennen'."

4. Platz: brand eins 12/2019

Marcus Kraus, Head of Office der Hamburger Dependance von Nordisk Büro: "Das Leserwünscheheft, sanft eingeschlagen. Da möchte ich zu gerne am Schnürchen ziehen, um zu sehen (lesen), was drin ist. Top-Styling."

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Charmantes Heftkonzept zu Weihnachten! Grafisch plakativ, pur und raffiniert zugleich umgesetzt. Ein Geschenk, dass brand eins dieses Kunststück jeden Monat wieder hinbekommt!"

Oliver Voss, Geschäftsführer Oliver Voss GmbH: "Gut, aber im Vergleich zu anderen brand eins-Heften diesmal 'nur' Platz vier."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Originell, klar und plakativ. Wie immer."

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Keine neue Idee, aber wie immer bei brand eins solide gestaltet."

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Schlicht verpackt, ordentlich mit Kordel. Ein Weihnachtstitel der anderen Art. Schöne Bescherung à la brand eins. Kein Kreativhammer, aber gelungen. Und wir lernen: Im Rest des Jahres spielen Leserwünsche offenbar nur eine untergeordnete Rolle."

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "Schöne Bescherung – im wahrsten Sinne übersetzt: Wenn Wünsche wahr werden, auf oder in einer brand eins."

Nina Preuss, Geschäftsführerin Preuss und Preuss: "Wie immer der herausragendste Titel unter allen Einreichungen, macht mich sofort neugierig auf den Inhalt."

Oliver Klempel, Geschäftsführer Kreation bei B+D Communications: "Ein Geschenk an die Leser sollte auch als solches erkannt werden. Insofern gut gemacht, – auch wenn die Kordelschleife eher an ein Bündel alter Schulhefte erinnert."

Alexandra Trudnowski, Geschäftsführerin bei MW Office: "Titel – wie immer – typisch und cool brand eins. Inhalt auf Basis von Leserwünschen – spannend und gute Idee."

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "Passend zu Weihnachten. Einfach. Und nur so wie es die brand eins kann."

Oliver Hempel, CMO Lagardère Travel Retail: "Geschenke für die Leser und das Auge des (Cover-) Betrachters!"

5. Platz: 11Freunde #218

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "Lustig. Humorvoll. Hab ich direkt reingeblättert."

Tomma Fehrs, Senior Art Direktorin bei Vasataschröder: "Dieses Cover sticht durch seine ungewöhnliche Bild-Inszenierung hervor."

Marcus Kraus, Head of Office der Hamburger Dependance von Nordisk Büro: "Zwar brennt kein Baum, dafür schaut der Bundesjogi so herrlich besoffen, dass die Gestaltung fast egal ist."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Wenigstens noch eine Redaktion, die so etwas wie Lebensfreude aussendet. Guter Humor isch halt die högschte Disziplin. Schade, dass der Baum nicht brennt."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Charmante Inszenierung. I like."

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Das Fußballjahr 2019 in drei Worten: Alte weiße Männer. Oder in vier Bildern: Klinsmann, Hummels, Löw, Lewandowski. Auf dem Cover sind sie mit (gefakten) Jugendfrisuren zu sehen, was man als Leser durchaus auch positiv drehen könnte, also 'im Kopf immer noch jung und relevant'."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Ein Stück weit ist Fußball ja Teil unseres Wohnzimmers. Grund genug, sich zum Jahresausklang gewohnt stilsicher mit dem beautiful game auseinanderzusetzen. Das schön hipsterig-nostalgische Cover kann sogar über die die misslungene Gesichtstransplantation von Photoshop-Philipp hinwegtäuschen."

Lars Lammers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Weihnachten unter Freunden. Auch wenn keine elf davon das Retro-Cover schmücken, aber doch wenigstens vier, die 2019 den Baum brennen ließen. Nette Auswahl, hübsche Aufmachung, Treffer."

Lars Joachim Rose, Verleger der Mediengruppe Klambt: "Tolle Umsetzung, das Thema wird sofort verstanden – optisch und sprachlich brillant."

Oliver Klempel, Geschäftsführer Kreation bei B+D Communications: "Das Cover macht Spaß. Und für die vier Herren ist es 2019 ja auch wirklich ganz gut gelaufen. Die bunten Hunde des Liga-Fußballs haben also Grund zum Feiern. Die Retro-Anmutung wirft zwar Fragen auf, zieht aber umso mehr ins Motiv."

Oliver Hempel, CMO Lagardère Travel Retail: "Weihnachten im traditionellen 11-Freunde-Stil in Szene gesetzt. Das bringt zum Fest der Liebe den Betrachter zum Schmunzeln."

6. Platz: gomagazin Dezember 2019

Ninetta Orfgen, Geschäftsführerin Orfgen Marketing: "Lebenselixier Hoffnung und eine Zitrone? Das verstand ich erst auf dem zweiten Blick. Auf dem ersten Blick ist das Magazin klar, reduziert und säuerlich-frisch gestaltet. Dafür allein mag ich es."

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Erfrischend. Optimistisch. Einfach. Die richtige Anmutung für das Thema des Monats 'Hoffnung'."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Da wurde das Titelthema mal nicht 1:1 visualisiert oder verkalauert, sondern richtig schlau weiter gedacht."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Die Blaupause, wie ein gemaltes Cover aussehen kann: Schlicht, mit zurückgenommener Farbgebung, aber trotzdem ausdrucksstark. When life gives you lemons, mach ein schickes Magazin-Cover draus."

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "Eine fast schon poetische Umsetzung des Titelthemas 'Lebenselixier Hoffnung'."

Timm Weber, Chief Creative Officer bei Publicis Pixelpark: "If life gives you lemons... Daran musste ich bei dem Titel denken. Also erstmal das Gegenteil von Hoffnung. Aber das macht es spannend. Und da neben der Zitrone ja auch noch ein paar Blüten sind, kommt man dann doch irgendwie zu Hoffnung."

Nina Preuss, Geschäftsführerin Preuss und Preuss: "Dieser Titel macht nicht nur neugierig auf den Inhalt, sondern weckt auch direkt Leselust."

7. Platz: Weltkunst Sonderheft 1/2020

Alice Gittermann, Geschäftsführerin von Ballhaus West: "Ein Weltkunst-Cover auf Coffeetable-Niveau – perfekt."

Marcus Kraus, Head of Office der Hamburger Dependance von Nordisk Büro: "Ein Cover feiner Magie, die den Betrachter unwillkürlich auf Reisen schickt."

Vincent Schmidlin, Sprecher der Serviceplan Agenturholding: "Grafisch stark. Geheimnisvoll einladend. Ein guter Teaser für ein neues Jahr der Kunst voller Entdeckungen."

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "Oasen der Kunst? Der Zukunft? Lassen wir uns ein, auf diese Weltkunst-Reise...."

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Wenn schon das Cover die Reise wert ist..."

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Plakativ."

Ninetta Orfgen, Geschäftsführerin Orfgen Marketing: "Wenn das Cover zur Kunst wird, ist der Job übererfüllt. Für das Sonderheft 'Reisen zur Kunst' ist das Cover nahezu perfekt gestaltet. Ich glaube jeder von uns würde sich das Magazin nehmen, um darin neugierig rumzublättern."

Tomma Fehrs, Senior Art Direktorin bei Vasataschröder: "Ein Cover, das durch seine Farben und Einfachheit hervorsticht."

Timm Weber, Chief Creative Officer bei Publicis Pixelpark: "Ein Magazintitel, der sich abhebt vom Einerlei der Reisemagazine. Da würde ich gern eintauchen."

8. Platz: ramp 48 Director´s Cut

Ninetta Orfgen, Geschäftsführerin Orfgen Marketing: "Das Thema Stille ist perfekt inszeniert. Ich würde gern mit einem Klappstuhl an diesem Ort auf dem Mond sitzen und ohne Zeitdruck unsere Erde bewundern, mit all der Stille die der Mond abstrahlt. Ist es nicht gerade Zeit (zu verweilen), die sich heute jeder von uns (zurück) wünscht? Es ist schön zu sehen, wie sehr eine gute Gestaltung einen Gedanken – in diesem Fall 'Stille' – tragen kann."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Die Menschheit auf den Punkt gebracht. Der Rest ist Stil und Stille."

Nina Preuss, Geschäftsführerin Preuss und Preuss: "Kreative Umsetzung eines aktuellen Dauerthemas."

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Das vierteljährliche Avantgarde-Automagazin ramp verordnete sich zum Jahresende ein Kontrastprogramm zu PS und Protzerei: 'Innehalten, Ruhe bewahren, Stille aushalten und Anhalten ohne anzuhalten.' Verhaltenswissenschaftler nennen das Action Bias: kognitive Verzerrung mit eingebauter, systematischer Fehleinschätzung. Nur so ist es zu erklären, dass Ausgabe 48 unter dem Titel 'Director’s Cut' mit einem alternativen Cover angeboten wird. Hier wird das Motto 'Stille' nicht mit dem ruhenden, offentürigen Rennwagen dargestellt, sondern mit einem 50 Jahre alten, ikonischen Foto der Erde vom Mond aus gesehen. Besser kann man Stille, Distanz, Geschwindigkeit und die Sorge um unseren Planeten nicht auf einen Nenner bringen."

Oliver Voss, Geschäftsführer Oliver Voss GmbH: "Dass ramp das Thema Stille aufs Cover hebt, ist unerwartet. Und das Bild passt perfekt."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Auch 50 Jahre alte Motive, die man schon tausendmal gesehen hat, können (immer noch) Wirkung entfalten."

9. Platz: Stern 2/2020

Franziska Mirwald, Senior Art Director bei Freunde des Hauses: "Lautstarkes Statement-Cover. Sticht, begünstigt durch den Verzicht auf zusätzliche grafische Elemente, deutlich aus der Menge hervor und zieht schon von weitem direkt ins Thema."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Es ist das Wort, das unsere Zeit universell auf den Punkt bringt. Wir sagen 'Nein' zu Kohlekraft, zur Erderwärmung oder zu einer Arbeitskultur, die das Privatleben auffrisst. Gleichzeitig wissen wir aber nicht, wie wir dieses Nein auch durchziehen. 'Nein' hat jedenfalls der Designer gesagt, als er dieses Cover gegen Kritik verteidigt hat – fett, unterstrichen und kursiv."

Daniela Jessen, Managing Partner Client Advice Management: "True that!"

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "Passen 'Müssen', 'Nein' und 'Kunst' zusammen? In diesem Fall sogar sehr ausdrucksstark. Ein Thema der Zeit, wirkungsstark inszeniert."

Oliver Voss, Geschäftsführer Oliver Voss GmbH: "Es muss nicht immer ein Bild sein. Eine fette Zeile bringt das Thema radikal rüber."

Alexandra Trudnowski, Geschäftsführerin bei MW Office: "Schön gelöstes Layout mit Buchstaben, spannendes Thema."

Andreas Ottensmeier, Geschäftsführer bei battery: "Ein Magazin-Cover fast wie ein Buchcover. Trotzdem: Fernwirkung garantiert."

Oliver Klempel, Geschäftsführer Kreation bei B+D Communications: "Ein impulsstarkes Typomotiv. Man hört beinahe den wuchtigen Ton, der oft nötig ist, um übergriffiges Verhalten abzuwehren. Am Kiosk sicher ein Hingucker."

 

10. Platz: Wirtschaftswoche 52/2019

Ninetta Orfgen, Geschäftsführerin Orfgen Marketing: "Die kritische Botschaft wird sehr schnell und äußerst liebevoll zu den Lesern transportiert. Das mag man in Stuttgart vielleicht anders sehen – kann sein. In Düsseldorf haben die Blattmacher der WiWo die Lage schön inszeniert. Automobilmanager werden das Magazin alle auf ihren Schreibtischen liegen, oder auf iPads gespeichert haben."

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "Willkommen zum Jahr(zehnt) der Möglichkeiten – und stehen wir nicht alle immer wieder vor der Frage 'Soll ich ...?' Ein Titel, der innehalten lässt und hinterfragt. Gelungen!"

Oliver Klempel, Geschäftsführer Kreation bei B+D Communications: "Über Jahre verfettet, träge geworden und handlungsunfähig. Droht nun tatsächlich der Herztod der Marke? Der Wackeldackel kommt zwar noch aus der 'Mann-mit-Hut'-Ära von Daimler, funktioniert als Cover aber gut, weil das Thema schnell erfasst wird."

Oliver Hempel, CMO Lagardère Travel Retail: "Daimler und der Wackeldackel – beides Auslaufmodelle oder mit Perspektiven für die Zukunft? Wie kein anderes Unternehmen steht der Konzern für die erfolgreichen Jahre der deutschen Automobilwirtschaft – und vor einer Zukunft, die mindestens herausfordernd ist. Das Cover der Wirtschaftswoche greift diese Themen plakativ auf – ein kleines Schmunzeln kann sich zudem beim Dackel sicher keiner verkneifen."

Franziska Mirwald, Senior Art Director bei Freunde des Hauses: "Schönes Symbol-Cover. 'Jaja' sagen und hoffen, dass sich später schon alles von selbst erledigt hat."

Sonstige Bemerkungen

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Wir haben eine Coverkrise – eine Qual, fünf davon loben zu müssen. Das ist alles ganz schön gruselig."

Cornelia Heisig, Account Manager bei Gyro Munich: "Ich persönlich fand, alle Cover hatten einen schwachen Auftakt für das neue Jahr."

Oliver Klempel, Geschäftsführer Kreation bei B+D Communications: "Diesen Monat leider wenig starke Cover."

 

Weitere Jury-Bewertungen eingereichter Titeln, die es nicht unter die Top 10 geschafft haben:

Mint 33

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Eine liebevolle Collage, schöne Farben und wertige Typo. Nur das I über der Fahne stört das Auge."

David Link, Geschäftsleitung Creative & Beratung bei cyperfection: "Es wird auch dieses Jahr unmöglich sein, sich China zu entziehen. Wir oszillieren zwischen technologischer Abhängigkeit und menschlichem Entsetzen und vergessen darüber, dass das Reich der Mitte auch von Menschen bewohnt wird. Mint widmet sich einem spannenden Thema mit sozialistischem Realismus – in doppelter Hinsicht."

 

Runner's World 1/2020

Nils Förster, Senior Art Director bei Segmenta: "Mal eine neue Coveridee für die RW. Gut."

Thekla Jakobi, Creative-Director bei husare: "Wirkungsstark Runner's!"

Lars Joachim Rose, Verleger der Mediengruppe Klambt: "Mit einem Satz auf den Punkt gebracht! Toll."

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "Die ganze Faszination Laufen in einem Foto und Zitat."

 

ramp 48

Christian Kroll, Creative Director Art und Boden-Leiter Kreation bei Kolle Rebbe: "Car meets fashion. Gute Art Direction!"

Ole Puls, Executive Creative Director bei komm.passion: "Wunderschön. Ein Cover, das ins Auge sticht, ohne wehzutun."

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "Stiller Genuss eines starken Covers. So will man Autos erleben. Und nicht angeschrien vom üblichen Marktgeschreie."

Rolling Pin 243

Lars Lmmers, Geschäftsführender Gesellschafter der Pahnke Markenmacherei: "Geht doch! Das Food-Magazin tischt uns diesmal Eduard Xatruch und seine Molekularküche auf, gekonnt abgeschmeckt mit Farbe und Typo. Dabei preisen die Österreicher übrigens gefühlt so viel auf dem Cover an wie brand eins im ganzen Jahr."

Tomma Fehrs, Senior Art Direktorin bei Vasataschröder: "Ein Cover, das durch seine Art der Typografie hervorsticht."

Der Spiegel Sonderheft

Ninetta Orfgen, Geschäftsführerin Orfgen Marketing: "Starke Farben. Hoher Kontrast. Die Auswahl der Menschen und deren Portraits. Alles sehr gelungen. Das Cover vermittelt uns ungefiltert, dass 2019 ein Jahr mit stark polarisierenden Menschen war. Ein Jahr der Kontraste.

Daniela Jessen, Managing Partner Client Advice Management: "Welche Bewegung erwartet uns wohl 2020?"

 

Adesso 1/2020

Daniela Jessen, Managing Partner Client Advice Management: "Da kommt Fernweh auf."

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "AHAHAH! Mit Witzen italienisch lernen! Genau mein Humor."

Business Spotlight 1/2020

Daniela Jessen, Managing Partner Client Advice Management: "Zusammenhalt ist alles. Auf den Punkt gebracht!"

mare 137

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Die Faszination und Schönheit unseres Planeten und die Bedrohung durch den Klimawandel – das mare-Coverthema verbindet die beiden Aspekte auf sehr ästhetische und subtile Weise."

Uwe C. Beyer, Creative Director beim Büro Freihafen Hamburg: "Würde ich sofort kaufen. Ein tolles Thema, dessen Brisanz leider erst erkannt wird, wenn es zu spät ist."

 

manager magazin 1/2020

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Cool inszeniertes Porträt eines Konzern-Chefs. Spannend fotografiert und gezeilt: 'Management-Lehrstück für Erfolgshungrige'. Das will man doch lesen."

Alexandra Trudnowski, Geschäftsführerin bei MW Office: "Titel und die Themen animieren, das Magazin zu kaufen und durchzublättern."

Reinhard Henke, Geschäftsführer Kreation bei Butter: "Schöne Headline, noch bessere Subline. Zusammen mit einem Top-Manager im Hoodie ein tolles Cover."

Wirtschaftswoche 50/2019

Alexandra Trudnowski, Geschäftsführerin bei MW Office: "Supereuropa – macht Lust zu erfahren, welche Strategie es dafür gibt."

Oliver Hempel, CMO Lagardère Travel Retail: "Aktuell leuchten die (europäischen) Sterne für die neue Chefin der Kommission – mal schauen, wie viele Ausgaben der Wirtschaftswoche es dauert, bis sie im Brüsseler-Bürokratie-Dschungel verzweifelt...."

 

Der Spiegel 1/2020

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Das Schlagwort von den 'Neuen 20ern' wurde oft und gern aufgegriffen. Ansprechende Illustration."

Franziska Mirwald, Senior Art Director bei Freunde des Hauses: "Im Umfeld endloser Jahresrückblicke verspricht dieses Cover einen interessanten Ausblick auf das kommende Jahrzehnt. In Zeiten des Umbruchs verdammt dazu, irgendwie doch mit dem Attribut "golden" belegt zu werden. Funktioniert."

agora42 1/2020

Katja Hertin, Director StoryTelling bei Avantgarde: "Aufmerksamkeitsstarkes Pop-Art-Feuerwerk mit optischem Störer. Macht neugierig auf die Inhalte.

Der Spiegel 52/2019

Lars Joachim Rose, Verleger der Mediengruppe Klambt: "Eine im Grunde simple Figur bringt das Thema auf den Punkt: Person sofort erkannt, Thema sofort verstanden."

Cornelia Heisig, Account Manager bei Gyro Munich: "Typisch Spiegel."

 

Harvard Business Manager 1/2020

Lars Joachim Rose, Verleger der Mediengruppe Klambt: "Komposition des Covers ist super, optisch durch die Gruppierung der Tiere/Vögel ein Highlight."

Franziska Mirwald, Senior Art Director bei Freunde des Hauses: "Visuell und inhaltlich sehr ansprechende Umsetzung des Themas. Ein Team ist eben kein Schwarm. Fällt ins Auge und macht Lust darauf mehr zu lesen."

Stern 50/2019

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Kritische Zeitschriftendesigner machen sich seit Jahren darüber lustig, dass Gong und Hörzu alljährlich dasselbe Agenturbild von Huber Images auf das Cover ihres Weihnachtsheft hieven: eine oberbayerische Kapelle bzw. eine Hütte in den bayerischen Alpen. Das wollte der Stern anders machen. Er entdeckte den bizarrsten Weihnachtsmarkt Deutschlands, der seit 2010 in der Ravennaschlucht im Hochschwarzwald aufgebaut wird. Er befindet sich direkt unterhalb des Viaduktes der Höllentalbahn, nahe der Siedlung Himmelreich und der Gemeinde Heiligenbrunnen – wie romantisch. Zwei Dutzend Knusperhäuschen reihen sich kreisförmig um einen Brückenpfeiler, ein wildromantisches Schwarzwald-Ambiente, ein Bild für die Götter. Selbst der Grinch würde bei diesem atemberaubenden Anblick ein weiches Herz bekommen."

 

Wirtschaftswoche 53/2019

Jürgen Siebert, Director Marketing Monotype DACH: "Der Jahreswechsel ist die Zeit, um zurück und nach vorne zu schauen. Die Wirtschaftswoche blickt nach vorne, und stellt sich und den Lesern auf dem Cover ihrer letzten Ausgabe 2019 sechs Fragen. Sie alle starten mit 'Soll ich 2020…' und setzen sich ein- oder zweizeilig/spaltig – eine wunderbare typografische, Inszenierung, mit schwarz-weißer Schrift auf Gold. Voraussetzung für das Gelingen dieses Wörter-Arrangement ist eine flexible Schriftfamilie, in diesem Fall die FF Clan, mit 5 Breiten und 7 Strichstärken – ein Meister des Blocksatzes in Tabellen."

Spotlight 1/2020

Cornelia Heisig, Account Manager bei Gyro Munich: "Beeindruckendes Bild, das sich von den anderen Magazin-Covern abhebt."

 

Zeit Campus 1/2020

Cornelia Heisig, Account Manager bei Gyro Munich: "Sympathisches Cover-Gesicht, das neugierig auf die Geschichte im Heft macht."

Björn Bremer, Chief Creative Officer bei Ogilvy: "Neue Helden!"

Der Spiegel 50/2019

Timm Weber, Chief Creative Officer bei Publicis Pixelpark: "Abgebrannt. Die gute alte Kerze SPD. Dieser Titel bringt den Zustand der Partei auf sehr klare und traurige Art auf den Punkt."

Margit Mair - 16.01.2020