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'Spiegel' vor 'brand eins' und 'Cicero'

Die Visualisierung der Titelthemen Uli  Hoeneß, Überwachung und Gewaltpartys  waren im März die Favoriten der Jury. Beim 'Spiegel' (Platz 1) und 'brand eins' (Rang 2) stehen jeweils Augen im Mittelpunkt der Gestaltung. Während auf dem 'brand eins'-Cover das Sinnesorgan 'Big brother is watching you' symbolisiert, verdecken die Spiegel-Macher die Augen von Uli Hoeneß mit der Botschaft 'Game over'.

Der Mut, die FC Bayern-Ikone Uli Hoeneß optisch vom Thron zu stoßen, gefiel unter anderen Dr. Peter Petermann, Geschäftsführer Carat Deutschland: "Dieser Titel hat für Diskussion gesorgt, sicherlich nicht nur bei den Lesern. Hier wird der Nachsichtigkeit mit einem 'verdienten Deutschen' ein klarer Riegel – man könnte auch sagen: Balken – vorgeschoben." Neujuror Christian Daul, Managing Director Kastner & Partners, kommt angesichts des 'Spiegel'-Titels ins Grübeln: "Zwei Punkte für den Spiegel 12/2014. Weniger für die Grafik als vielmehr für den intelligenten Textbalken über Herrn Hoeneß Augen, da 'Game over' so vielschichtig und bedeutungsschwanger ist, dass einem auf Anhieb einige Interpretationsebenen einfallen, was zum unmittelbaren Nachdenken anregt. Und zur Beschäftigung mit dem Heft."

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„Ein gutes Cover macht aus einem Empfänger erst einen Leser“

Rund 2.800 Publikumszeitschriften wetteifern am Kiosk um die Gunst der Konsument. Dabei spielt der erste Eindruck, ganz wie im wahren Leben, eine große Rolle. Die äußere Erscheinung, also das Cover, muss den Betrachter, sodenn nicht bereits überzeugter Leser, neugierig machen.

Sicher, eine Kundenzeitschrift muss sich nicht am Kiosk bewähren. Die Covergestaltung für CP-Magazine ist dennoch vielleicht die noch größere Herausforderung. Das Cover muss zum Zeitschriftenkonzept, zur Zielgruppe und zur Markenwelt des Kunden passen. Zudem gibt es weit mehr an Kundenzeitschriften als an Publikumszeitschriften, die in ihren Segmenten um die Aufmerksamkeit buhlen.

CP MONITOR: Was macht ein gutes Cover aus?

Wolfgang Behnken, Geschäftsführer Behnken & Prinz, Hamburg: Das zu erspüren, was der Leser will, was ihn unterschwellig beschäftigt, was zwischen Bauch und Kopf rumort – das füllt die Kirche.

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Was macht ein gutes Cover aus?

Daniel Bognar, Art Director beim Magazin der Süddeutschen Zeitung, über gute Cover

„Young is better than old.
Pretty is better than ugly.
Rich is better than poor.
Movies are better than music.
Music is better than television.
Television is better than sports
. . . and anything is better than politics.“
Das Cover-Mantra von Dick Stolley, Chefredakteur des People Magazins, um 1980

Stimmt das immer noch?
Als Zeitschriftengestalter stelle ich mir oft diese Frage. Und welche Unterschiede gibt es dabei zwischen einem Publikumstitel, wie zum Beispiel GQ, und einem wöchentlichen Zeitungssupplement, wie etwa dem Magazin der Süddeutschen Zeitung?

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