11Freunde ist Cover des Jahres 2014

Mit einer Hommage an den Fußballfan gewinnt die Ausgabe 155 von 11Freunde den Titel Cover des Jahres 2014. Die auf der Titelseite zum Ausdruck gebrachte bedingungslose Liebe des Fans zu seinem Verein in Kombination mit der Headline 'Ja, es ist Liebe' traf exakt den Nerv unserer Juroren. Silber geht an 'brand eins' 2/2014 ('Kauf, du Arsch'), Bronze erhält 'Der Spiegel' 12/2014 ('Game over').

Das sagt die Jury zum Cover des Jahres 11 Freunde 155:

Thorsten Höge, Chefredakteur Fotomagazin, Fotowirtschaft, Warum! und Brot: "Ja, es ist Liebe. Was soll man da noch mehr sagen?"

Torben Hansen, Geschäftsführer Philipp und Keuntje: "11Freunde schafft ja immer wieder die intelligente Überraschung, hier haben sie eine übersehene Wahrheit – und das, was den Sport jenseits der Großereignisse so wichtig und liebenswert macht - so gefühlvoll enthüllt, dass man zwangsläufig ein kleines Glücksgefühl erlebt. Die Inszenierung hätte auch in die Hose gehen können, ist sie aber nicht."

Michael Kallinger, Chefredakteur Reader's Digest Deutschland: "Fußball ist Emotion. Auch am Spielfeldrand, in guten wie in schlechten Zeiten, bei Sonne, Wind, Regen oder Schnee, in der Kreisklasse wie in der Champions League. Behaupte ich jetzt einfach mal so als D-Jugendspieler-Vater…"

Kurt Georg Dieckert, Geschäftsführer und Mitinhaber der Agentur dieckertschmidt: "Besser kann man die Liebe zum Fußball nicht darstellen. Auch hier wird mit den Konventionen der Titelgestaltung gebrochen. Eine komplexe Szene wird gezeigt und durch eine Headline kommentiert."

Thorsten Schulz, CEO Initiative Media: "Echte Loyalität – ehrliche Fanliebe. Dieses Gefühl vermittelt das Cover sehr einfühlsam und trifft das Titelthema auf den Punkt."

Dr. Peter Petermann, Geschäftsführer Carat Deutschland: "Kann denn Liebe Sünde sein? Wenn ein Titel-Bild schon all das ausdrückt, was die Story im Heft erst in Worte fasst, dann ist den Gestaltern etwas Großes gelungen. In diesem Fall ist das Cover die ultimative Hommage an den Sport – und drückt auf einer Seite all das aus, worum es in dem Heft insgesamt geht: die Liebe zum Fußball."

Bertram Solcher, Fotojournalist und Vorsitzender des Fotografenverbands Freelens: "Ja, es ist Liebe! Ja, es scheint auch Liebe zur Titelbildgestaltung zu sein. Kein Mainstream-Foto, aber ein Foto mit ganz viel Inhalt, nicht nur im Fußball."

Anne Coppenrath, Chefredakteurin Life! Verlag: "Ein perfektes Zusammenspiel von Coverfoto und Titelzeile. Ein sehr emotionales, ausdrucksstarkes Cover mit einer eindeutigen Botschaft, die einem regelrecht ins Auge springt: Echte Fußballfans stehen bei Wind und Wetter (auch im symbolischen Sinne) zu ihrer Mannschaft. Das ausgewählte Foto mit der Zeile arbeitet unmissverständlich und so gut wie schnell. Für mich das Siegercover."

Philipp Riediger, Gesellschafter und Mitglied der Geschäftsleitung der POS-Marketingagentur Combera: "Männer sind anders."

Nummer 2 – brand eins 2/2014. Die Jury urteilt so:

Michael Kallinger, Reader's Digest Deutschland: "Bei den Covers von brand eins verbinden sich in vorbildlicher Weise die klare Linie des Titelkonzepts und der kreative Individualismus des jeweiligen Schwerpunkthemas. Die rotzige Attitüde der Februar-Ausgabe ragt selbst aus dem gewohnt hohen Niveau heraus. Dieses Heft ist der wahre Business Punk, voll auf die Zwölf."

Kurt Georg Dieckert, dieckertschmidt: "Dieser Titel bricht alle Konventionen. Er ist scheinbar ungestaltet und nutzt nur Worte. 'Kauf du Arsch' beschreibt das Thema perfekt und provokant und ist gleichzeitig eine Aufforderung das Heft zu kaufen."

Eberhard Wolf, Agenturinhaber Editorials und Professor für visuelle Kommunikation: "Der Titel ist herrlich und bringt es auf den Punkt. Treffender kann es ein Marketingmensch nicht sagen: 'Kauf du Arsch' ist mein Favorit für den 1. Platz."

Torsten Löffler, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Dr. Eckert GmbH: "Kauf, Du Arsch – Nicht die feine, englische Art, aber präzise formuliert: Die Frage 'Was will Werbung?' ist wie immer auf den Punkt gebracht. Dass es in dieser Branche nicht um Eleganz, selten um Stil, aber immer um den möglichst kurzen Weg zum Konsumenten geht, darf Leser zwar nicht überraschen, wirkt aber!"

Thorsten Höge, Fotomagazin: "Wähl mich, Du Arsch, scheint dieses Cover zu schreien und ja, ich tue es. Springt mich am Kiosk sofort an und irgendwie steckt ja auch ein bisschen die Verzweiflung der Print-Welt darin: Warum kauft ihr Idioten unsere schönen gedruckten Hefte nicht mehr? Da möchte man dem Leser ja auch manchmal entgegen brüllen."

Karl-Heinz Bonny, Berater: "Die (Blei) Wüste lebt. Mehrfarbig. Und, mehr Mut kann man ja auch (dem Leser) nicht machen. Scheitern hilft einfach weiter, mitunter bis zum Erfolg. brand eins gehört auf's Treppchen."

Bertram Solcher, Fotojournalist: "Verführung kann auch manchmal hart sein, ich habe erst gestutzt, dann gelacht und dann gekauft. Ziel erreicht."

Anne Coppenrath, Life! Verlag: "Klares Design. Nichts lenkt das Auge von der schön provozierenden Titelzeile ab. Man wird auf den 1. Blick neugierig auf das Thema bzw. die Titelstory. So sollte ein Cover sein."

Christian Daul, Managing Director Kastner & Partners: "Da die Aussage 'Kauf Du Arsch' auch auf das Magazin selbst anwendbar ist, ist hier eine perfekte Synthese aus wirtschaftlichem Thema, Verkaufsförderung, Humor und Medienmarkenbildung gelungen. Würdiges Silber."

Nummer 2 – Der Spiegel 12/2014. Die Jury urteilt so:

Dr. Peter Petermann, Carat Deutschland: "Der große Zocker hat ausgespielt; der Zampano ist nur noch ein gemeiner Gauner. Ein Titel wie ein Faustschlag – in das Gesicht von Uli Hoeneß."

Eberhard Wolf, Editorials: Auf Platz 2 kommt Spiegel 12/14 mit 'Game over', obwohl Uli wieder weiterspielt – aber in einer anderen Liga."

Torsten Löffler, Dr. Eckert GmbH: "Auch hier das Wort im Blick: 'Game over' im wahrsten und im übertragenen Sinne der wenigen Worte. Jeder kennt die Person, jeder weiß Bescheid. Der kurze Weg vom Cover zur Geschichte des Heftes. Und alle wollten (noch) mehr darüber wissen..."

Philipp Riediger, Combera: "Klarer geht’s nicht."

Peter Klotzki, Geschäftsführer Kommunikation beim Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), vergibt den 3. Platz an den Spiegel  12/2014 – "auch für den Text".

Norbert Wallrafen, Geschäftsleitung Marketing / Vertrieb Presse-Grosso, Bonn-Rhein-Sieg KG: "Der Spiegel Nr. 12/2014 beschäftigt sich mit einem der bedeutsamsten Themen im Sportjahr 2014 außerhalb der WM. Uli Hoeneß wird in Großaufnahme gezeigt, verbunden mit dem Hinweis 'Game over'. Eine gelungene Word-Bild-Kombination für die Titelstory."

Thomas Kietsch, Geschäftsführender Gesellschafter mediaplan: "3. Platz für den Spiegel 12/2014 wegen der sehr klaren und prägnanten Aussage."

Christian Daul, Kastner & Partners: "Uli Hoeneß hat sich verzockt und kommt so auf den Spiegel-Titel wie er sicher nie drauf wollte. Aber dieser Charakterkopf ist auch ohne Augen erkennbar und die Aussage auf dem Balken so schlau mehrdeutig, dass man länger nachdenkt."

 

Auch andere Monats-Gewinner, die es nicht unter die Top 3 des Jahres geschafft haben, wurden von der Jury bewertet:

Cicero 12/14 (Cover des Monats Dezember 2014)

Thorsten Höge, Fotomagazin: "Hintergründig, aktuell, berührend. Die Illustration bringt die ganze Debatte um Asylpolitik auf den Punkt."

Eberhard Wolf, Editorials: Platz 3 für die wunderbar ästhetisch ansprechende und dennoch subversive Titelillustration von Cicero 14/14."

Torben Hansen, Philipp und Keuntje: "Der Kontrast zwischen Ästhetik der Gestaltung und Tragik bzw. Brisanz der Realität hinter dem Thema macht das Cover so herausragend. Der Verzicht auf Betroffenheitssymboliken nimmt nichts von der Wucht, mit der einen die Erkenntnis trifft. Selten ist eine plumpe Parole so elegant entlarvt worden."

Karl-Heinz Bonny, Berater: "Weil ein, zwei Schwalben noch kein Jahrescover machen, nur Platz drei. Man wünscht dem Blatt immer so viel Entschiedenheit, wie im Dezember. Aber Bronze wäre verdient."

Thomas Kietsch, mediaplan: "Zweiter Platz für Cicero 12/14,weil das Polarisierende des Themas sehr gut illustriert wurde."

Robert Sandmann, ehemaliger Geschäftsführer und Herausgeber Vision Media und Madame: "Sehr plakative Illu zum Fluchtlingsdrama im Mittelmeer. Man hält inne und denkt nach. Super Cover, schnell, schön und hintergründig – mehr kann ein Cover nicht leisten."

Spiegel 29/2014 (Cover des Monats Juli 2014)

Norbert Wallrafen, Presse-Grosso, Bonn-Rhein-Sieg KG: "Das Vertriebsjahr 2014 war eindeutig dominiert durch die Fußball-WM und das gute Abschneiden der Deutschen Nationalmannschaft als Weltmeister. Der Spiegel hat in seiner Ausgabe 29/2014 durch einen interessanten Cover-Split dieses Fußball-Thema kombiniert mit dem Nationalstolz und dem Slogan: 'Wir sind wieder … wer?' Die Redaktion des Spiegel zeigte hier eine interessante und besondere Kreativität, ein gesellschaftspolitisches Thema mit diesem Fußball-Event zu kombinieren. Dies war aus meiner Sicht besonders einfallsreich und gut gelungen."

Christian Daul, Kastner & Partners: "Selten hat man die Seele einer Nation so gut getroffen und selten war ein Cover-Split so intelligent und breit genutzt worden. Ein würdiges Cover eines Jahres, in dem der Spiegel auch Lob dringend braucht."

brand eins 11/2014 (Cover des Monats November 2014)

Dr. Peter Petermann: "Eigentlich ein No-Go, eine Long-Copy auf den Titel zu heben. Aber in diesem Fall ein mutiges Titelbild mit dem Bekenntnis zu mutigem Unternehmertum. Denn nur wer die Möglichkeit zum Scheitern akzeptiert, kann auch gewinnen."

Allmountain (Cover des Monats Oktober 2014)

Peter Klotzki, VDZ: "Großartig, was schwarz-weiß hier leistet – man ist fast in der Felswand drin!"

Thorsten Schulz, Initiative: "Der Titel punktet mit großer fotografischer Leistung, die Bekanntes durch einfache Effekte neu in Szene setzt und Sehnsucht nach Berg macht."

Thomas Kietsch, mediaplan: "1. Platz für Allmountain, weil die ungewöhnliche Optik große Aufmerksamkeit bringt."

11 Freunde 151 (Cover des Monats Mai 2014)

Michael Kallinger: "Ja, Fußball ist völlig überbewertet. Es gibt so vieles, was wichtiger ist. Aber nur Weniges ist schöner. Die WM in Brasilien war einfach toll, und dieses Sonderheft mit seiner passenden Farbgebung, einer Ikone als Titelfigur und einer wunderbaren Typo-Lösung bot die perfekte Printbegleitung für die vier spannendsten Wochen des Jahres.

Kurt Georg Dieckert: "Einfach schön. Lust machend. Brasilianisch gestaltet. Das war die WM 2014. Klasse."

Karl-Heinz Bonny: "Nur diese Titelseite kann in diesem Jahr das Rennen machen. Alles Weltklasse. Motiv, Farbe, Typografie. Wie das deutsche Team, diesmal. Weltmeister. Deutsche Spielfreude, genialer Spielwitz, Kraft & Fairness. Gold for Germany. Übrigens mehr als 11 Freunde."

Norbert Wallrafen: "Die WM-Schwerpunkt-Ausgabe zeigt plakativ den bewährten WM-Pokal. Freunde dieses besonderen Fußball-Ereignisses finden hier ihre Chronik zur WM 2014. Die Titelstorys (bspw. 11 Wege zum WM-Titel) wurden untergeordnet, aber dennoch deutlich in das Titelblatt eingepasst."

Impulse 7/2014 (Cover des Monats Juni 2014)

Peter Klotzki: "Impulse-Cover sind auf gleichbleibend hohem Niveau – sprechen einen direkt an, führen zum Inhalt."

Bertram Solcher: "Parkscheibe am Kiosk, Super Idee, toller Hingucker."

Anne Coppenrath: "Originelle Inszenierung eines Themas mit Kombination aus Illustration und Titelzeile. Beides ergänzt sich perfekt zu einem hintersinnigen 'Hingucker' am Kiosk. Allerdings arbeitet dieses Cover nicht so schnell wie die der ersten beiden Plätze, deshalb in diesem Fall: Platz 3."

Neon Mai 2014 (Cover des Monats April 2014)

Torsten Löffler: "Und auf Platz 2 das gleiche Prinzip: Warum bunte Bildchen, wenn wenige Worte alles klar stellen? Nicht nur romantische Gefühle werden dem Empfänger am Anfang des 3. Jahrtausends oft ganz anders übermittelt. Wenn sich Kommunikation ändert, ändern sich auch Beziehungen zueinander. Ein Blick auf's Cover und alles ist klar."

brand eins 8/2014 (Cover des Monats August 2014)

Thorsten Schulz: "Einmal mehr besticht das Cover der brand eins durch seine klare grafische Optik, die auf das Wesentliche reduziert ist."

(mm) 02.02.2015